<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Alexander Jossifidis</title>
	<atom:link href="http://www.jossifidis.de/?feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.jossifidis.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 21 Jan 2015 09:43:46 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=4.1.42</generator>
	<item>
		<title>Auf der Suche nach Europa</title>
		<link>http://www.jossifidis.de/?p=190</link>
		<comments>http://www.jossifidis.de/?p=190#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 14:07:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Insel]]></category>
		<category><![CDATA[Thasos]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jossifidis.de/?p=190</guid>
		<description><![CDATA[Thasos ist die nördlichste griechische Insel. Sie ist beliebtes Ziel sonnenhungriger Touristen. Doch Thasos hat mehr zu bieten als kristallklares Wasser und saubere Strände. Reiseeindrücke von Alexander Jossifidis Die kleine Pension liegt abseits der Touristenorte auf einem Berg im Süden &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=190">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Thasos ist die nördlichste griechische Insel. Sie ist beliebtes Ziel sonnenhungriger Touristen. Doch Thasos hat mehr zu bieten als kristal</strong><strong></strong><strong>lklares Wasser und saubere Strände. Reiseeindrücke von Alexander Jossifidis<span id="more-190"></span></strong></p>
<p><a href="http://www.jossifidis.de/?attachment_id=232" rel="attachment wp-att-232"><img class="alignleft size-full wp-image-232" title="Thasos" src="http://www.jossifidis.de/wp-content/uploads/2012/02/Thasos.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a>Die kleine Pens<strong></strong>ion liegt abseits der Touri<strong></strong>stenorte auf einem Berg im Süden der Insel. Am Tage hat man v<strong></strong>on h<strong></strong>ier aus einen sagenhaften Blick auf die schroffe Küstenlandschaft und das tiefblaue Meer. Doch mittlerweile ist es sternenklare Nacht und vor der Tür sind seltsame Geräusche zu hören. Nach einigen Minuten des in die Nacht Hörens ist es Gewissheit. Es sind Schlangen. Wohl mehrere Schlangen und wahrscheinlich auch sehr große Schlangen. Sie tummeln sich vor der Tür. Oder vielleicht schon im Zimmer? Ein ungutes Gefühl vermischt sich mit der Faszination für diese Tiere. Ein Urlaub mitten in der Natur. In diesem Fall sucht jedoch nicht der Urlauber die Natur, sondern die Natur den Urlauber. Am nächsten Morgen, nach einer unruhigen Nacht, ist von den Schlangen nichts mehr zu sehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Balkan zu Gast auf Thasos</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dafür fallen nun Schlangen ganz anderer Art ins Auge. Eine enge und kurvenreiche Küstenstraße umrundet die Insel. Stoßstange an Stoßstange schieben sich Autos aus aller Balkan Länder von Strandbucht zu Strandbucht. Die Pensionswirte und Tavernenbesitzer haben sich darauf eingestellt. Wo einst deutsche, österreichische oder niederländische Fahnen im warmen Wind wehten, sind es nun bulgarische, serbische oder rumänische Hoheitszeichen. Das Stuttgarter Studentenpaar ist ersetzt durch das aus Sofia, die Bochumer Familie durch die aus Bukarest. Thasos ist für Mitteleuropäer nur noch ein Ziel von vielen auf der Welt. Für die Menschen der Balkanländer hingegen ein kleines Paradies beinahe vor der Haustür. „Allerdings ist mit den Touristen aus den Nachbarstaaten nicht allzu viel Geld zu verdienen“, klagt ein Wirt in fließendem Deutsch und in einer überraschenden Offenheit. Sie würden sehr gewissenhaft auf ihr Geld achten und nicht allzu viel ausgeben. Für den Wirt eine wichtige Erkenntnis, denn er lebt, wie die Mehrheit der Inselbewohner, fast ausschließlich vom Tourismus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ein Teil Ägyptens</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bevor Thasos vom Tourismus entdeckt wurde, prägte Armut die Insel. Sie besaß eine nur rudimentär existierende Infrastruktur. Es gab ein wenig Marmorabbau, der noch in der Antike den Reichtum der Insel begründete, Landwirtschaft und Fischfang. Zu wenig, um die Menschen an ihre Heimat zu binden. Ganze Dörfer verfielen. Bergdörfer wie Megalo und Mikro Kazaviti, die im Nordwesten der Insel liegen. Sie sind nur einen Steinwurf voneinander entfernt und umgeben von urwüchsigen Wäldern und schroffen Bergen. Als sie so gut wie aufgegeben waren, entdeckten deutsche Touristen die verfallende Schönheit der dortigen Gebäude. Sie sanierten sie und machten aus ihnen reizvolle Sommerhäuser. Megalo und Mikro Kazaviti sind heute kleine architektonische Perlen und zählen zu den schönsten Dörfern der Insel. Von hier aus lässt sich auf neu angelegten Wanderwegen die wilde Natur erobern. Oder man setzt sich auf den einladenden Dorfplatz von Megalo Kazaviti unter mächtige Platanen und hört bei einem Kaffee Frappe den Geschichten der Dorfbewohner zu. Eine erzählt, dass der Dorfplatz angeblich zu Ägypten gehöre. Die Platia mit ihren Schatten spendenden Platanen ein griechischer Tahrir-Platz? So ganz glaubwürdig erscheint diese Geschichte nicht. Fakt ist, dass Thasos tatsächlich eine Zeit lang zu Ägypten gehörte. Der Albaner Muhammad Ali Pascha, Begründer der bis 1953 regierenden ägyptischen Königsdynastie, kam aus dem benachbarten Kavala. Im osmanischen Militärdienst stehend, konnte er für die Osmanen zahlreiche Schlachten erfolgreich schlagen. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhielt er aufgrund dieser Leistungen den Titel eines ägyptischen Vizekönigs, dem auch die Insel Thasos überantwortet wurde. Als das Lehen für Thasos im Jahr 1902 wieder direkt an den osmanischen Staat ging, soll aus nicht bekannten Gründen die Platia von Megalo Kazaviti davon ausgenommen worden sein. Der Dorfplatz also der nördlichste Punkt Ägyptens?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Im Dorf des Evangelisten Johannes</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Spur Muhammad Ali Paschas folgend besuchen wir ein weiteres Bergdorf. Es heißt Theologos und liegt in der Südhälfte der Insel. Im Kindesalter hatte Muhammad Ali hier bei einer Pflegefamilie gelebt. Als Zeichen seiner Zuneigung Theologos gegenüber ließ er es später zur Hauptstadt der Insel erklären. Benannt ist Theologos wiederum nach dem Evangelisten Johannes, der den Beinamen <em>der Theologe</em> trägt. Er soll einer weiteren Legende zufolge in der Nähe gelebt haben.</p>
<p>Heute ist das auffallend lang gezogene Theologos ein überaus touristisch geprägtes Bergdorf. Anziehungspunkt sind die zahlreichen Häuser im traditionellen Stil der Insel. Charakteristisch präsentieren sie sich mit Schieferplatten gedeckten Dächern. Wer möchte, kann in einem kleinen Heimatmuseum auch einmal hinter die Mauern eines solchen Hauses schauen. Der Tourismus, der ein so geschichtsträchtiges wie malerisches Dorf in den Sommermonaten prägt, hat leider auch seine negativen Spuren hinterlassen. Man möchte beispielsweise gerne wissen, was passiert ist in jenem Geschäft, vor dem auf Deutsch geschrieben steht, dass Holländer unerwünscht seien. Oder wie es dazu kam, dass im Dorf traditionelle Hochzeiten als Show präsentiert werden. Braut, Bräutigam, Musizieren, Tanzen, Lachen: Das alles ist Show. Vielleicht ist es, wenn die Hochzeitsgesellschaft in den Tavernen das glückliche Brautpaar feiert, irgendwann egal, ob es tatsächlich geheiratet hat oder nicht. Der Ouzo schmeckt und die Ziegenkopftrophäen an den Wänden der Tavernen wirken auf einmal auch nicht mehr so archaisch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Insel der Ruhe</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dem touristischen Trubel entweichen, das ist auf Thasos zum Glück ganz einfach. Fernab der quirligen Touristenorte an der Küste und im Hinterland gibt es noch viele einsame Regionen zu entdecken. Alleine die Südküste bietet gegen Abend, wenn sich das Geschehen von den Stränden in die Dörfer und Ferienanlagen verlagert, romantisch anmutende einsame Buchten. Beim Blick auf das Meer, das von der untergehenden Sonne in ein leichtes rosa getaucht wird, kommt einem dann vielleicht folgende Legende in den Sinn. Ein junger Mann namens Thasos war vor Urzeiten über das Meer, aus dem weit entfernten Phönizien, auf die Insel gekommen. Hier hoffte er seine Schwester Europa zu finden, die zuvor der Göttervater Zeus in Gestalt eines Stieres entführt hatte. Thasos gefiel es so sehr auf der grünen Insel, dass er beschloss, seine Suche zu beenden und heimisch zu werden. Dies ist zwar nur eine weitere Legende, doch mit einem wahren Kern. Die Insel lädt zum Verweilen ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Steckbrief Thasos:</p>
<p>Thasos liegt zirka acht Kilometer vor der nordgriechischen Festlandsküste. Es gehört zur Region Makedonien und zählt 15.000 Einwohner. Hauptstadt ist der Küstenort Limenas. Hier kommen die meisten Fähren vom Festland an. Mit einer Fläche von 380 qkm ist Thasos die zwölftgrößte griechische Insel. In einer ausgeprägten Mittelgebirgslandschaft erreicht der höchste Berg, der Ypsario, 1204 Meter. Die Insel ist auffallend grün, auch wenn der ursprüngliche Waldbestand durch zahlreiche Waldbrände dezimiert wurde.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jossifidis.de/?feed=rss2&#038;p=190</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ach du liebes Blechle</title>
		<link>http://www.jossifidis.de/?p=188</link>
		<comments>http://www.jossifidis.de/?p=188#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 14:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bohmte]]></category>
		<category><![CDATA[Kastanienallee]]></category>
		<category><![CDATA[Prenzlauer Berg]]></category>
		<category><![CDATA[Shared Space]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jossifidis.de/?p=188</guid>
		<description><![CDATA[Am Wochenende warben drei Bürgerinitiativen für das Verkehrskonzept Shared Space. Kritik kommt von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung &#160; Die Tram schleicht mit 15 km/h über die Kastanienallee in Prenzlauer Berg. Der Kraftfahrzeugverkehr folgt dem Beispiel, denn regulierende Verkehrsschilder und Ampeln &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=188">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende warben drei Bürgerinitiativen für das Verkehrskonzept Shared Space. Kritik kommt von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung<span id="more-188"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Tram schleicht mit 15 km/h über die Kastanienallee in Prenzlauer Berg. Der Kraftfahrzeugverkehr folgt dem Beispiel, denn regulierende Verkehrsschilder und Ampeln fehlen. Erhöhte Aufmerksamkeit ist gefordert. Einige Verkehrsteilnehmer steuern das Parkhaus am Pratergarten an. Hier befindet sich die einzige Stellfläche für Autos weit und breit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieses Zukunftskonzept für die Kastanienallee erklärte Frank Möller am Sonntag knapp 40 Interessierten vor Ort. Er vertritt das Anti-Auto-Aktivisten-Netzwerk CARambolagen. „Unser Ziel ist die Entschleunigung des Verkehrs.“ Die Straße dürfe nicht länger Transitweg sein. Sie müsse zum Raum von hoher Lebensqualität werden. Ein gemeinschaftlich genutzter Raum, ein shared space, im Interesse aller Menschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Drei Bürgerinitiativen luden zum Shared Space Wochenende in die Kastanienallee und nach Blankenburg. „Wir wollen mit allen Betroffenen alternative Verkehrskonzepte erarbeiten“, betont Möller. Vorbilder gäbe es viele und er zitiert Beispiele aus den Niederlanden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch auch in Deutschland gibt es eine erste Gemeinde die das Shared Space Konzept umgesetzt hat. Die Stadtplaner der niedersächsischen Gemeinde Bohmte gestalteten eine zentrale Kreuzung um, indem sie die Verkehrsschilder und die Ampelanlage entfernten. Es entstand ein platzähnlicher Raum von zirka 450 Metern, dem eine klare Trennung von Gehweg und Fahrbahn fehlt. Ausschließlich weiße Straßenrandmarkierungen sorgen für etwas Orientierung. Verkehrsteilnehmer müssen sich nur an die Regel rechts vor links halten. Im Bürgermeisteramt kommentiert Frau Kempin die Umgestaltungsmaßnahme: „Seit der offiziellen Einweihung am 19. Mai vergangenen Jahres gab es keinen Unfall.“ Zuvor wären im Jahresschnitt zwischen 30 und 40 Unfälle gezählt worden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dass eine gefühlte Unsicherheit durch fehlende Verkehrsschilder für mehr Sicherheit sorgen würde, behauptet Claudia Hämmerling (Bündnis90/Die Grünen). Die im Abgeordnetenhaus sitzende Verkehrsexpertin ließ sich in Bohmte das Konzept Shared Space erklären und wirbt für eine Umsetzung auch in Berlin. „Die motorisierten Verkehrsteilnehmer fahren in einem Shared Space schon im eigenen Interesse sehr langsam. Sie müssen Ausschau nach anderen Verkehrsteilnehmern halten, um einen Unfall zu vermeiden. Sie übernehmen Eigenverantwortung.“ Zudem würden mit jeder eingesparten Ampel 18.000 Euro Betriebskosten im Jahr entfallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Berlin sei nicht Bohmte, betont dagegen Alexander Abel von der Pressestelle der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. „Das Verkehrskonzept Shared Space ist in verkehrsreichen Innenstadtbezirken einer Großstadt nicht zu verwirklichen.“ Man könne sich Shared Space allenfalls in den weniger stark befahrenen Außenbereichen der Stadt vorstellen. Auch der auf der Veranstaltung anwesende Stadtrat Kirchner ist dieser Meinung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diese Kritik lässt Frank Möller von CARambolagen nicht gelten. „Gerade für die verkehrsreichen Innenstadtquartiere ist Shared Space konzipiert worden.“ Zudem sei die Kastanienallee mit im Schnitt 2220 Kraftfahrzeugen nicht besonders stark befahren. Die Londoner Kensington High Street, die ebenfalls am Shared Space Projekt teilnimmt, sei da eine ganz andere Kategorie. Diese Straße frequentieren 40.000 Fahrzeuge pro Tag.</p>
<p>Nicht veröffentlicht</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jossifidis.de/?feed=rss2&#038;p=188</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Droht Berlin-Mitte die Alternativlosigkeit?</title>
		<link>http://www.jossifidis.de/?p=182</link>
		<comments>http://www.jossifidis.de/?p=182#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 13:58:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Szene]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin-Mitte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jossifidis.de/?p=182</guid>
		<description><![CDATA[Mit der Ankündigung einer Räumungsklage geht das alternative Wohn- und Kulturprojekt Schoko-Laden in das neue Jahr. Doch vage Hoffnung bleibt, da die Eigentümerin auch Gesprächsbereitschaft signalisiert &#160; Leichte Verwirrung herrscht im alternativen Wohn- und Kulturprojekt Schoko-Laden. Die Eigentümerin des Hauses &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=182">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Ankündigung einer Räumungsklage geht das alternative Wohn- und Kulturprojekt Schoko-Laden in das neue Jahr. Doch vage Hoffnung bleibt, da die Eigentümerin auch Gesprächsbereitschaft signalisiert<span id="more-182"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Leichte Verwirrung herrscht im alternativen Wohn- und Kulturprojekt Schoko-Laden. Die Eigentümerin des Hauses in der Ackerstraße 169/170 droht mit einer Räumungsklage, zeigt jedoch auch Gesprächsbereitschaft. Matthias von der Pressegruppe des Vereins Schoko-Laden vermutet öffentlichen Druck hinter diesem Schlingerkurs. Die angebotene Gesprächsbereitschaft möchte er gerne aufnehmen. „Wir werden uns in den kommenden Tagen zusammensetzen, Strategien überlegen und Vorschläge erarbeiten“. Er sieht anstrengenden Wochen entgegen, denn einer Räumungsklage wäre juristisch kaum etwas entgegenzusetzen. In einem solchen Fall hofft er auf die Unterstützung der lokalen Politik. Besser wäre jedoch ein Verhandlungserfolg. Dieser soll die Existenz eines der letzten Standorte alternativer Kultur und Lebensart in Berlin-Mitte sichern.</p>
<p>In einer schriftlichen Stellungnahme gibt der Vertreter der Eigentümerin, Markus Friedrich, bekannt, dass die Beteiligungsgesellschaft Friedrich Trier GmbH und Co. KG bereits in der Vergangenheit mit Stellvertretern des Schoko-Ladens über das Weiterbestehen eines Mietverhältnisses nach der Sanierung des Objektes diskutiert habe. Auch in Zukunft sei man zu konstruktiven Gesprächen bereit. Allerdings habe die Gegenseite bisher kein angemessenes Angebot übermittelt. Dieses müsse sich an marktüblichen Preisen orientieren.</p>
<p>Damit ist der Kern des Problems genannt. Das Mietverhältnis in einem sanierten Altbau in bester Wohnlage übersteigt die finanziellen Möglichkeiten des Schoko-Ladens. Unstrittig präsentiert sich der aus dem Jahr 1881 stammende Altbau in einem traurigen Zustand. Matthias betont daher, dass der Verein Schoko-Laden eine Sanierung unterstützen würde. Doch letztendlich seien es die Ziele beider Parteien, die eine Einigung erschweren. Hier das Engagement für einen Ort alternativer Kultur und Lebensart. Dort das Vorhaben, mit einem sanierten Altbau finanziellen Gewinn einzufahren.</p>
<p>Der Ursprung des Streits führt zurück in eine Zeit, in der das düster wirkende Berlin-Mitte nach Kohleheizung und Aufbruchstimmung roch. Das Quartier der Rosenthaler Vorstadt entdeckten zu Beginn der neunziger Jahre die Hausbesetzerszene und Investoren gleichermaßen. Während die einen alternatives Leben auf ihre Fahnen schrieben, tippten die anderen Gewinnprognosen in ihre Taschenrechner. In einer solchen Atmosphäre besetzten im Sommer 1990 junge Kreative das marode Gebäude in der Ackerstraße. Nach wenigen Monaten eröffneten sie dort das Café Schoko-Laden und entwickelten es zum Mittelpunkt eines alternativen Kulturtreffs. Der Berliner Tradition des Wortspiels folgend, erinnert der Name an die Schokoladenfabrikation, die das Areal bis 1971 prägte.</p>
<p>Das Gebäude fand zu Beginn der neunziger Jahre auch das Interesse des aus Trier stammenden Markus Friedrich. Der in der Fliesenbranche tätige Unternehmer kaufte es einer Erbengemeinschaft ab. Dass sich seine Zukunftsvisionen nicht mit denen des Schoko-Ladens deckten, wurde schon bald deutlich. Die taz berichtete bereits 1995 von Streitigkeiten und auslaufenden Mietverträgen. Die ganz große Konfrontation blieb jedoch bis heute aus. Sollte sich dies nun ändern? Von einer Räumung betroffen wäre neben mehreren Ateliers auch der Club der polnischen Versager. Dieser hatte seinen alten Standort in der Torstraße nach ähnlichen Querelen mit dem Vermieter aufgeben müssen. Berlin, den 28.12.2008 / Erschienen in die tageszeitung</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jossifidis.de/?feed=rss2&#038;p=182</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Synagoge Fraenkelufer. Kleine Gemeinde mit großer Tradition</title>
		<link>http://www.jossifidis.de/?p=178</link>
		<comments>http://www.jossifidis.de/?p=178#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 13:54:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Fraenkelufer]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuzberg]]></category>
		<category><![CDATA[Synagoge]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jossifidis.de/?p=178</guid>
		<description><![CDATA[Die jüdische Gemeinde am Fraenkelufer erinnerte mit einem Festakt an die Wiedereinweihung ihrer Synagoge vor 50 Jahren. Ein Besuch Der Weg zum Festakt führte vorbei an mehreren Sicherheitsbarrieren, quer stehenden Polizeiautos, einer breitschultrigen Security und schließlich der im Eingangsbereich aufgestellten &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=178">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2>Die jüdische Gemeinde am Fraenkelufer erinnerte mit einem Festakt an die Wiedereinweihung ihrer Synagoge vor 50 Jahren. Ein Besuch<span id="more-178"></span></h2>
<p>Der Weg zum Festakt führte vorbei an mehreren Sicherheitsbarrieren, quer stehenden Polizeiautos, einer breitschultrigen Security und schließlich der im Eingangsbereich aufgestellten elektronischen Sicherheitsschleuse. Erst dann bot sich die Gelegenheit, den zumeist betagten Gemeindemitgliedern zu gratulieren. Im Gegensatz zum grimmigen Sicherheitsregiment vor der Tür, herrschte im Innern der Synagoge ausgelassene Festtagsstimmung. Knapp 100 Gemeindemitglieder feierten gemeinsam mit viel lokaler Prominenz. Lala Süsskind, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sowie der Bezirksbürgermeister Franz Schulz fanden lobende Worte. Sie erinnerten an eine Synagoge, die ihre erste Einweihung bereits 1916 erlebte. Damals war die Zahl der Berliner Juden durch Zuzug stark angestiegen. Neben jüdischen Deutschen aus den Provinzen des Reiches zählte eine Berliner Statistik von 1910 alleine 13.000 Juden aus Osteuropa. Letztere hatten sich vor Pogromen in Sicherheit bringen können. Um diesem Wachstum Rechnung zu tragen, begannen 1911 Planungen für eine 2000 Menschen fassende Synagoge am damaligen Kottbusser Ufer. Es entstand ein repräsentativer Bau im neoklassizistischen Stil, der primär von orthodox eingestellten Gläubigen aufgesucht wurde. Da die Einweihung des Gotteshauses in die Zeit des Ersten Weltkrieges fiel, waren zahlreiche Reden des Eröffnungstages sehr patriotisch gefärbt. Die Gemeindemitglieder schützte dies jedoch wenig vor antisemitischen Ausfällen nationalistischer Nachbarn. Attacken nahmen in den Nachkriegsjahren rapide zu und fanden im Februar 1930 einen ersten negativen Höhepunkt. Eine Gruppe Männer, die in einer nahe gelegenen SA-Kneipe verkehrte, schmierte breitflächig Parolen wie <em>Judas verrecke</em> an die Synagogenwände. Unheilsboten einer sich stetig feindseliger gebärdenden Umgebung. Mit der so genanten Machtergreifung der Nationalsozialisten bekamen die Schikanen nun auch noch eine staatliche Sanktionierung. Der Verwüstung der Synagoge während der Reichspogromnacht im November 1938 folgte in den kommenden Jahren die Nutzung des Geländes durch städtische und staatliche Stellen. Es entstand eine Lagerhalle für Gegenstände deportierter Berliner und Parkraum für Militärfahrzeuge.</p>
<p>Weitere Zerstörungen resultierten aus alliierten Bombenangriffen während des Zweiten Weltkrieges. So glich die Hauptsynagoge gegen Ende der Kampfhandlungen einer Trümmerlandschaft und wurde schließlich 1959 abgetragen. Dagegen erholte sich das Gemeindeleben rasch wieder. Es fand fortan in der angegliederten kleinen Jugendsynagoge einen neuen Mittelpunkt. Bereits im September 1945 feierten Gläubige dort einen ersten Gottesdienst, an dem jüdische Berliner, aus Konzentrationslagern befreite polnische Juden sowie sowjetische und amerikanische Soldaten teilnahmen. Mittlerweile besteht die Betergemeinschaft primär aus Menschen, deren Familien die KZs und Ghettos in Polen durchlebt hatten und die auf ihren Wegen nach Palästina oder Amerika in Berlin strandeten. In Kreuzberg selbst wohnt leider kaum noch einer von ihnen, doch sie halten der kleinen Synagoge am schönen Landwehrkanal nach wie vor die Treue.</p>
<p>Berlin, den 15. Juni 2009 / Erschienen im Stachel Sommer 2009  www.frieke.de/stachel/2788681.html</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jossifidis.de/?feed=rss2&#038;p=178</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ich bete für den Frieden</title>
		<link>http://www.jossifidis.de/?p=176</link>
		<comments>http://www.jossifidis.de/?p=176#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 13:51:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Referendum]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jossifidis.de/?p=176</guid>
		<description><![CDATA[Seit dem 9. Januar läuft ein einwöchiges Referendum über die politische Zukunft des südlichen Sudan. Die Weichen stehen auf Unabhängigkeit einer Region von der Fläche Frankreichs. Die Menschen des Südsudan sind zumeist Christen oder Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen, die Mehrheit &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=176">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem 9. Januar läuft ein einwöchiges Referendum über die politische Zukunft des südlichen Sudan. Die Weichen stehen auf Unabhängigkeit einer Region von der Fläche Frankreichs. <span id="more-176"></span>Die Menschen des Südsudan sind zumeist Christen oder Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen, die Mehrheit der Sudanesen dagegen Muslime. Dieser Gegensatz, aber auch die Diskriminierung der schwarzafrikanischen Bevölkerung durch eine arabische Elite bestimmten einen Jahrzehnte andauernden Bürgerkrieg mit über zwei Millionen Toten. Im Januar 2005 erfolgte ein Friedensvertrag, der nun die Unabhängigkeit des Südens ermöglichen soll.</p>
<p>Der bitterarme Südsudan kann als Startkapital mit reichen Erdölvorkommen aufwarten. Sie umfassen 80 Prozent des sudanesischen Erdöls. Begehrlichkeiten des Nordens wecke dies jedoch nicht, versichert Rodwan Osman Said Ibrahim. Er ist zweiter Sekretär der sudanesischen Botschaft in Berlin und betont vielmehr, dass die Regierung in der Hauptstadt Khartum den Ausgang des Referendums akzeptieren würde. Dabei spiele es keine Rolle, wie das Referendum ausfalle. Ein erneuter Waffengang wäre für alle Seiten ein Fiasko. Eine ökonomische Kooperation sei dagegen die bessere Alternative. „Sie haben das Öl und wir die Pipelines und Häfen für den Export“, bringt es der Diplomat auf den Punkt.</p>
<p>Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Unabhängigkeit sind bereits zahlreiche Südsudanesen aus Deutschland in die alte Heimat zurückgekehrt. Dort arbeiten sie zumeist als Fachkräfte oder Berater von Hilfsorganisationen, wie dem World Food Programm der Vereinten Nationen. Ulrich Delius, Sudan-Experte der Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen, vermutet nur noch zirka 30 Südsudanesen in Deutschland. Ihre Anzahl belief sich jedoch selbst in den Hochzeiten auf kaum mehr als 70 Menschen. Einer von ihnen ist der in Berlin tätige Arzt Arkangelo Modesto. Er ist ehrenamtlicher Präsident des SudanClub, einer Begegnungsstätte für Nord- und Südsudanesen in Charlottenburg. Nach Berlin kam er infolge eines Abkommens, das die DDR mit dem Sudan zur Ausbildung sudanesischer Ärzte geschlossen hatte. Seine Freude über die bevorstehende Unabhängigkeit ist groß. Doch ein wenig Besorgnis bezüglich möglicher Gewalt während der Abstimmung schwingt in seinen Worten mit. „Ich bete für den Frieden und werde während des Referendums meine sudanesischen Freunde treffen.“</p>
<p>Zwar würde der Südsudan als unabhängiger Staat politisch und ökonomisch nicht bei Null beginnen, doch Modesto unterstreicht, dass die Hilfe Europas und der USA in Zukunft unabdingbar seien. Es fehle an Infrastruktur, einem funktionierenden Gesundheitswesen und ausreichend Nahrung für die Menschen. Der sympathische Arzt plant, bald selbst in den Sudan zu reisen. „Gerne möchte ich das Krankenhaus wieder aufbauen, in dem ich früher einmal gearbeitet habe.“</p>
<p>Trotz großer Armut sieht er positiv in die Zukunft. „Wir haben ausreichend qualifizierte Männer und Frauen, die einen funktionierenden Staat aufbauen können.“ Die Stabilität des Staates hänge allerdings auch von demokratischen Strukturen ab, die ebenfalls noch entstehen müssten. Zum Abschied betont er noch, dass trotz der emotionalen Wunden des Bürgerkrieges Nord- und Südsudanesen in guter Nachbarschaft leben sollten. So wie sie es in Berlin praktizieren würden &#8211; von einer friedlichen Nachbarschaft könnten schließlich alle Menschen profitieren. Auch und gerade im Sudan.</p>
<p>Berlin, den 5. Januar 2011 / Erschienen in die kirche</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jossifidis.de/?feed=rss2&#038;p=176</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was haben Los Angeles, Windhuk und Jakarta gemein?</title>
		<link>http://www.jossifidis.de/?p=174</link>
		<comments>http://www.jossifidis.de/?p=174#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 13:49:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Buenos Aires]]></category>
		<category><![CDATA[Jarkata]]></category>
		<category><![CDATA[Los Angeles]]></category>
		<category><![CDATA[Mexiko City]]></category>
		<category><![CDATA[Peking]]></category>
		<category><![CDATA[Städtepartnerschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Taschkent]]></category>
		<category><![CDATA[Tokio]]></category>
		<category><![CDATA[Windhuk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jossifidis.de/?p=174</guid>
		<description><![CDATA[Auf den ersten Blick nicht viel, außer dass sie alle Metropolen mit mehr oder weniger klangvollen Namen sind. Ferner unterhalten die drei Städte partnerschaftliche Beziehungen zu Berlin. Ebenso wie 14 weitere Gemeinden. Der am letzten Aprilwochenende stattfindende Welttag der Partnerstädte &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=174">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf den ersten Blick nicht viel, außer dass sie alle Metropolen mit mehr oder weniger klangvollen Namen sind. Ferner unterhalten die drei Städte partnerschaftliche Beziehungen zu Berlin. Ebenso wie 14 weitere Gemeinden. Der am letzten Aprilwochenende stattfindende Welttag der Partnerstädte bietet Anlass für einen kleinen außereuropäischen Überblick<span id="more-174"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unendlich scheint die Stadt. Mehrere Stadtautobahnen durchziehen sie. Autos besitzen unzweifelhaft eine zentrale Bedeutung. Daher ist es kaum vorstellbar, dass Los Angeles in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eines der effizientesten Schienennahverkehrssysteme der Welt besessen haben soll.</p>
<p>In der Ferne zeichnet sich die Hochhaussilhouette im Smog ab, sie ist umgeben von einem Meer an Einfamilienhäusern und Appartementkomplexen. Bereits seit 1967 ist die zweitgrößte Gemeinde der USA Partnerstadt Berlins. Ihr Name gibt Auskunft über eine spanische Vergangenheit: Als die Ortschaft 1781 auf Indianergebiet gegründete wurde, hieß sie zunächst etwas umständlich El Pueblo de Nuestra Señora la Reina de los Ángeles del Río de Porciúncula. Das Dorf entwickelte sich in den kommenden Jahrzehnten zu einem überschaubaren lokalen Zentrum weißer Siedler. In dieser Zeit entwarf der ambitionierte Architekt und Stadtplaner Carl Friedrich Schinkel im weit entfernten Berlin klassizistische Gebäude der preußischen Hauptstadt. Noch um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert hatte Los Angeles gerade einmal die Einwohnerzahl des heutigen Friedrichshains. Dann begann jedoch ein rasanter Bevölkerungszuwachs, der nach wie vor anhält. Gegenwärtig zählt die Stadt circa vier Millionen Einwohner. Das Bevölkerungswachstum geht mit einem Wandel der Bevölkerungszusammensetzung einher. Daher wird in nicht allzu ferner Zukunft Spanisch die am meisten gesprochene Sprache der Stadt sein. Ein Zufall, dass mit Antonio Villaraigosa der erste hispanische Bürgermeister seit 1872 die Geschicke der Stadt regelt?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Zuzug spanischsprachiger Einwohner resultiert insbesondere aus der relativen Nähe zur mexikanischen Grenze. Die Hauptstadt dieses südlichen Nachbarlandes ist ebenfalls eine Berliner Partnerstadt. Allerdings waren die weißen Neuankömmlinge hier keine Gemeindegründer sondern Zerstörer. Tenochtitlán nannten die Azteken ihre über 100.000 Einwohner zählende Metropole, als spanische Eroberer vor den Stadtgrenzen auftauchten. Mit Unterstützung benachbarter Völker, die den Azteken feindlich gesonnenen waren, gelang den Spaniern 1521 die Eroberung. Sie nahmen eine einstmals blühende Gemeinde ein, deren Gründung im 14. Jahrhundert vermutet wird. Unter dem Namen Ciudad de México wurde sie zur Hauptstadt des Vizekönigreichs Neuspanien erklärt. Von hieraus verwalteten die Europäer ein Kolonialgebiet, welches große Teile Mittel- und Nordamerikas sowie mehrere karibische Inseln umfasste. Zu dieser Zeit nahmen sich die Besitzungen der im Berliner Stadtschloss residierenden Monarchen bescheiden aus: Zum Kerngebiet des Kurfürstentums Brandenburg zählte ein dünn besiedeltes Territorium von der Altmark im Westen bis zur Neumark im Osten.</p>
<p>Die politische, ökonomische und kulturelle Sogwirkung von Mexiko-Stadt kann heute vor allem an der Bevölkerungszahl und am anhaltenden Bevölkerungszuzug abgelesen werden. Im Großraum leben zirka 20 Millionen Menschen, womit das Ballungsgebiet zu den bevölkerungsreichsten der Welt zählt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein weiteres Ballungsgebiet mit annähernd 13 Millionen Einwohnern befindet sich am Río de la Plata. Hier besitzt die Spreemetropole eine dritte Partnerstadt auf dem amerikanischen Doppelkontinent. Bei ihrer Gründung im Jahre 1536 trug die kleine Hafengemeinde den Namen Puerto de Nuestra Señora Santa María del Buen Ayre. Die ersten weißen Siedler mussten sich zunächst einer heftigen Gegenwehr der lokalen Ureinwohner stellen, die Ortschaft aufgegeben und Jahre später neu gründen. Ganz andere Sorgen plagten zu dieser Zeit die jagdbegeisterten Hohenzollern in ihrer Berliner Residenz. Sie ließen einen Reitweg durch morastiges Terrain angelegt, über den der wildreiche Grunewald erreicht werden konnte. Dies war die Geburtsstunde des späteren Kurfürstendamm. Das hier zwei Partnerstädte heranwuchsen, ahnte niemand beiderseits des Atlantiks: Heute zählt Buenos Aires 2,7 Millionen Einwohner und Berlin 3,4 Millionen Menschen. Wobei die Hauptstadt Argentiniens als unbestrittene Metropole des Tangos gilt. Sie ist ferner Heimat auffallend vieler Migranten mit italienischen Wurzeln. Eine italienisch-spanische Mischsprache entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Vielleicht vergleichbar jener türkisch-deutschen Sprachenmixtur die besonders häufig in Neukölln, Kreuzberg oder im Wedding auffällt. Doch auch die deutsche Sprache hat am Río de la Plata ihre Spuren hinterlassen und beispielsweise das Wort <em>Kuchen </em>etabliert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In einem ganz anderen Maße ist das Deutsche in Berlins kleinster Partnergemeinde präsent. In Namibias Hauptstadt Windhuk erscheint mit der deutschsprachigen <em>Allgemeinen Zeitung</em> die älteste Tageszeitung des Landes. Es gibt Straßennamen und Viertel, die eine deutsche Stadt vermuten lassen. Windhuks heutiges Stadtgebiet besiedelten zunächst afrikanische Völker. Zu ihnen zählten die Herero, welche die Gegend aufgrund heißer Quellen <em>Ort des Dampfes</em> nannten. Ihr Kampf galt im 19. Jahrhundert den Nama, welche ihnen die Vorherrschaft in der Region streitig machten. Das Schicksal der Region wurde allerdings mehrere Tausend Kilometer nördlich, in der Berliner Wilhelmstraße, bestimmt. Dort tagte vom November 1884 bis zum Februar 1885 die so genannte Kongokonferenz. Deren Abschlussdokument die schnelle Aufteilung der noch nicht kolonialisierten Gebiete Afrikas provozierte. Das Deutsche Reich konnte in diesem Kontext seine territorialen Ambitionen in Südwestafrika international absichern. Im Jahr 1890 begann die Gestaltung einer Garnisons- und Verwaltungsstadt. Mehrere Hundert Siedler aus Deutschland zog es in der Folge nach Windhuk. Heute hinterlässt die zirka 250.000 Einwohner zählende Metropole einen leicht kleinstädtischen Eindruck. Die schwarze Bevölkerung dominiert das Leben der Stadt. Deutsche Traditionen bleiben jedoch allgegenwärtig. Der Karneval wird exemplarisch genauso begeistert gefeiert wie am Rhein – allerdings nur von einer kleinen Minderheit. Zumindest hier ähnelt Windhuk seiner Partnerstadt an Spree und Havel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf Festivitäten ganz anderer Größenordnung bereitet sich Peking gegenwärtig vor. Berlins Partnergemeinde befindet sich im Olympiafieber. Es wird Allerorten abgerissen und neu gebaut. Leider trifft die Abrissarbeit auch die gemütlich wirkenden Altstadtgassen, die so genannten Hutongs. Sie versprühen einen dörflichen Charme, der nicht so recht zu einer Metropole von zehn Millionen Einwohnern passen will. Doch das Thema Abrisswut und Neugestaltung ist auch in Berlin nicht fremd. Es zieht sich letztlich durch die Geschichte beider Städte. Wobei die Vergangenheit Pekings bis in das 12. Jahrhundert vor Christus reicht. Berlin dagegen erstmals im 13. Jahrhundert nach Christus urkundlich Erwähnung findet. Beide Städte entwickelten sich davon unabhängig zu Kaiserresidenzen. Hier das Stadtschloss auf der Spreeinsel, dort die Verbotene Stadt als symbolisches Zentrum der Welt. Das Ende der jeweiligen Kaiserdynastie erfolgte schließlich zeitnah. Der chinesische Kaiser musste im Februar 1912, als Resultat einer Revolution, seinen Machtanspruch aufgeben. Seinem deutschen Pendant wurde die sich abzeichnende Niederlage gegen Ende des Ersten Weltkrieges 1918 zum Verhängnis. Beide Städte blieben jedoch politische Machtzentren. Bei Peking wird dies bereits am Namen deutlich, der sich mit <em>Nördliche Hauptstadt </em>übersetzen lässt<em>. </em>Mit der <em>Östlichen Hauptstadt </em>unterhält Berlin eine weitere städtepartnerschaftliche Beziehung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diese östliche Hauptstadt ist besser bekannt unter dem Namen Tokio. Sie ist Zentrum eines Ballungsraumes mit über 30 Millionen Einwohnern. Teilweise gehen die einzelnen Großstädte nahtlos ineinander über. Beengte Wohnverhältnisse sind die Regel, große Grün- und Freiflächen, wie sie Berlin auszeichnen, eher selten.</p>
<p>Während des Zweiten Weltkrieges wurde auch die japanische Hauptstadt Ziel US-amerikanischer Luftangriffe. Die historische Bebauung fiel einem Flammeninferno zum Opfer. Die Zahl der Toten überschritt die 100.000er Marke. Nach dem Ende des Krieges besetzten US-amerikanische Militärs die Stadt. In Tokio mussten sie ihren Machtanspruch nicht mit anderen Siegermächten teilen. Dies erlaubte es ihnen, ihre Besatzung bereits in den 50er Jahren zu beenden. Während Berlin zum Brennpunkt des Kalten Krieges und des Systemkonfliktes wurde, konnte sich Tokio auf die Modernisierung seiner Industrie- und Dienstleistungszentren konzentrieren. Die Stadt ist folglich heute ein führender Finanzplatz. Die Grundstückspreise gehören zu den Höchsten der Welt.</p>
<p>In der deutschen Hauptstadt hat der aus dem Großraum Tokio stammende Sony Konzern ein architektonisches Ausrufezeichen gesetzt: Die markante Zeltdachkonstruktion am Potsdamer Platz. Sie symbolisiert den Fuji, den für viele Japaner heiligen Berg. Es ist ein nach Europa transferiertes Beispiel dafür, dass sich nach japanischer Auffassung Traditionsbewusstsein und Moderne nicht ausschließen müssen. Sicherlich ein beachtenswerter Aspekt bei der Diskussion zur Neugestaltung Berliner Innenstadtareale.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Berlins Partnerstadt Jakarta liegt ebenfalls auf einer dicht besiedelten Insel. Sie ist die Hauptstadt des größten muslimischen Staates der Welt. Doch in Indonesiens Metropole auf der Insel Java finden sich nicht nur Muslime sondern auch Anhänger der unterschiedlichsten Religionen und Kulturen. Insofern verwundert es nicht, dass im 12. Jahrhundert zunächst Hindus die Geschicke der Gemeinde Sunda Kelapa lenkten. Sie wurden in den zwanziger Jahren des 16. Jahrhunderts durch muslimische Eroberer verdrängt, die auf den Trümmern der zerstörten Ortschaft eine neue Metropole mit dem Namen Jayakarta errichteten. Was mit <em>Großer Sieg</em> übersetzt werden kann. Doch die Freude über diese Eroberung währte keine hundert Jahre, da erschienen an der Küste Niederländer. Sie erkannten den strategischen Wert der Hafenstadt, nahmen sie kurzerhand in ihren Besitz und nannten sie fortan Batavia. Einen Name, den die Stadt bis 1950 tragen sollte.</p>
<p>Während die Gemeinde gegen Ende des Zweiten Weltkrieges gerade einmal etwas mehr als eine halbe Millionen Einwohner zählte, wuchs ihre Bevölkerungszahl in den folgenden Jahrzehnten dramatisch an. Gegenwärtig drängen sich neun Millionen Menschen in der Stadt. Eine Bevölkerungsexplosion, die Berlin bereits in der Hochphase der Industriellen Revolution erlebte. Zur damaligen Zeit vergrößerte sich die Stadt an der Spree um jährlich zirka 100.000 Menschen. Hierunter befanden sich viele Zugezogene, die das Schlagwort vom echten Berliner aus Schlesien prägten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die beengten Wohnverhältnisse, welche Berliner Arbeiter jener Jahre vorfanden, waren sozialistisch motivierten Städteplanern in den darauf folgenden Dekaden ein Dorn im Auge. Wer sich die usbekische Hauptstadt Taschkent vorstellt, denkt zunächst an Seidenstraße und geheimnisvolles Asien, weniger an mächtige Wohnblöcke und breite Boulevards. Tatsächlich haben die Jahre, während derer Taschkent eine der größten urbanen Zentren der Sowjetunion war, das Stadtbild geprägt. Industrie wurde angesiedelt und Menschen aus allen Teilen des Landes fanden in der Metropole mit ihren zwei Millionen Einwohnern eine neue Heimat. Ferner sorgte ein schweres Erdbeben im Jahre 1966 für weiteren Verlust historischer Bausubstanz. In Berlin waren es wiederum der Zweite Weltkrieg und die Abrisswut in den Jahrzehnten danach, welche die Suche nach dem „Alten“ ebenso schwierig gestalten. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass in beiden Partnerstädten ein Fernsehturm aus der Sowjetära zu den zentralen Sehenswürdigkeiten zählt. Der höchste Fernsehturm Zentralasiens ragt 375 Meter in die Höhe. Sein Berliner Gegenstück bringt es immerhin auf 368 Meter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Neben den beschriebenen Städtepartnerschaften unterhält Berlin in Europa partnerschaftliche Beziehungen zu Paris, London, Moskau, Warschau, Prag, Budapest sowie Istanbul, Madrid und Brüssel. Bei diesen Kontakten soll ein Gedankenaustausch der Metropolen gefördert werden. Der ursprüngliche Versöhnungsaspekt der Nachkriegszeit spielt kaum noch eine Rolle. Zumal Toleranz, Offenheit und gegenseitiges Verständnis jeden Tag auf ein Neues in den Straßen der jeweiligen Stadt geübt und praktiziert werden kann.</p>
<p>Zur Info:</p>
<p>Weltweit werden zirka 15.000 Städtepartnerschaften gepflegt. Die sich dahinter verbergende Idee war in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Deutsche und französische Gemeinden bemühten sich um Aussöhnung. Das zumeist negative Bild von einander sollte durch gegenseitiges kennen lernen als irrational begriffen werden. Freundschaften entstanden dort, wo einst tiefe Ablehnung vorherrschte. Da auch die in Deutschland stationierten Militärs auswärtiger Staaten den Versöhnungseffekt erkannten, bemühten sie sich ebenfalls um Städtepartnerschaften mit Heimatgemeinden in beispielsweise England, Belgien oder Kanada.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Berlin, 24. April 2008 / Nicht veröffentlicht</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jossifidis.de/?feed=rss2&#038;p=174</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Soziales Engagement in Kreuzberg 36</title>
		<link>http://www.jossifidis.de/?p=171</link>
		<comments>http://www.jossifidis.de/?p=171#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 13:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Kindernotdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuzberg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jossifidis.de/?p=171</guid>
		<description><![CDATA[Beziehungsabbrüche, gewalttätiges Umfeld, sexuelle Übergriffe. Die Gründe für Kinder oder Erwachsene, den Kindernotdienst zu kontaktieren, sind so traurig wie vielfältig. Ein kurzer Besuch bei einer Kreuzberger Institution. &#160; Ein schöner und etwas verwunschen wirkender Altbaukomplex an der Hochbahnlinie 1 zwischen &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=171">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2>Beziehungsabbrüche, gewalttätiges Umfeld, sexuelle Übergriffe. Die Gründe für Kinder oder Erwachsene, den Kindernotdienst zu kontaktieren, sind so traurig wie vielfältig. Ein kurzer Besuch bei einer Kreuzberger Institution.<span id="more-171"></span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein schöner und etwas verwunschen wirkender Altbaukomplex an der Hochbahnlinie 1 zwischen den Stationen Kottbusser Tor und Prinzenstraße unterbricht wohltuend die Tristesse des angrenzenden Hochhausgürtels. Der hier beheimatete Kindernotdienst bietet in hellen, sympathisch gestalteten Räumen eine Anlaufstelle für hilfsbedürftige Kinder, Eltern und Menschen, die sich um Kinder sorgen. Ihnen wird vom ersten Beratungsgespräch bis zur Möglichkeit einer vorübergehenden Unterkunft für die Kinder ein breites Spektrum unterstützender Maßnahmen angeboten. Da die Not der Hilfesuchenden weder Wochenende noch Feierabende kennt, bleibt das Haus in der Gitschiner Str. 49 selbstverständlich rund um die Uhr telefonisch und persönlich erreichbar. Es stellt den rettenden Anker für jährlich circa 2000 Kontaktsuchende dar.</p>
<p>Die einprägsame Nummer 610061 wird folglich nicht ausschließlich von Kindern gewählt, sondern auch von besorgten Erwachsenen aus deren Umfeld. Glücklicherweise gelingt es dem Beratungsteam in circa der Hälfte aller Fälle eine Entwicklung anzustoßen, die eine Rückkehr der Kinder in die jeweiligen Familien nach bereits wenigen Gesprächen möglich macht. Andererseits wird der Kindernotdienst auch mit Schicksalen konfrontiert, welche sofortige Schutzmaßnahmen für die betroffenen Heranwachsenden erfordern. Hier bietet die Gitschiner Straße 49 eine erste Adresse, sollte das Jugendamt nicht erreichbar oder eine Unterbringung sofort nötig sein.</p>
<p>Frau Köhn, engagierte Koordinatorin des Hauses, beobachtet Tendenzen einer zunehmenden Verarmung. So sei es beispielsweise eine traurige Entwicklung, dass häufig Familien im Bezirk medizinische Leistungen für ihre Kinder nicht in Anspruch nehmen und auch nicht krankenversichert sind. Hilferufe kommen zudem vermehrt aus Haushalten, die aus Alleinerziehenden, meist der Mutter, bestehen. Armut und Überforderung würden psychischen Krisen und Notlagen fördern, so Frau Köhn.</p>
<p>Auffallend ist ferner die geringe Zahl Ratsuchender mit Migrationshintergrund, was in einem multikulturellen Umfeld, wie es Kreuzberg darstellt, überrascht. Als eine mögliche Erklärung nennt die Koordinatorin des Hauses das Bemühen der Betroffenen, familiäre Probleme ohne Hilfe von Außen innerhalb des Familienverbandes zu lösen. Um dies ein Stück weit zu ändern, würde sie sich einen größeren Bekanntheitsgrad des Kindernotdienstes und anderer Beratungsstellen innerhalb der türkischsprachigen oder arabischsprachigen Gemeinschaft wünschen.</p>
<p>Im kommenden Mai wird das aus 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestehende Personal den 30. Geburtstag der Institution feiern. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg als Träger der Einrichtung hat dessen Existenz gesichert. So begrüßenswert dieser Sachverhalt auch ist, so traurig bleibt die Notwendigkeit von Notdiensten für Kinder und Jugendliche.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zur Info:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Jugendnotdienst (0-24 Uhr)</strong> 61 00 62</p>
<p><strong>Kindernotdienst (0-24 Uhr)</strong> 61 00 61</p>
<p><strong>Hotline-Kinderschutz </strong>61 00 66</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Berlin, den 21. November 2007 / Erschienen im Stachel Winter 2007 www.frieke.de/stachel/824054.html</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jossifidis.de/?feed=rss2&#038;p=171</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rezension:  Keith Brown: The past in question: modern Macedonia and the uncertainties of nation.</title>
		<link>http://www.jossifidis.de/?p=169</link>
		<comments>http://www.jossifidis.de/?p=169#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 13:44:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Krusevo]]></category>
		<category><![CDATA[makedonische Identität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jossifidis.de/?p=169</guid>
		<description><![CDATA[Published by Princeton University Press, 41 William Street, Princeton, New Jersey 08540. In the United Kingdom: Princeton University Press, Market Place, Woodstock, Oxfordshire OX20 1SY. ISBN 0-691-09994-4 Copyright 2003. Preis ca. $ 18,95 &#160; Erinnerungen an bedeutsame Ereignisse der Vergangenheit &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=169">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Published by Princeton University Press, 41 William Street, Princeton, New Jersey 08540. In the United Kingdom: Princeton University Press, Market Place, Woodstock, Oxfordshire OX20 1SY. ISBN 0-691-09994-4 Copyright 2003. Preis ca. </strong><strong>$ 18,95<span id="more-169"></span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Erinnerungen an bedeutsame Ereignisse der Vergangenheit stellen bei der Herausbildung einer <em>kollektiven Identität</em> eine nicht zu vernachlässigende Größe dar. Die in diesem Zusammenhang vorkommenden Schauplätze nehmen ihrerseits eine zentrale Funktion ein, da sie den vergangenen Ereignissen einen Namen geben. Dies führt bisweilen dazu, dass einzelne Orte nicht mehr als Orte an sich wahrgenommen werden, sondern vielmehr als Synonyme für zurückliegende Geschehnisse. Zu den bekanntesten Schauplätzen zählen Städte wie Auschwitz oder Hiroschima, die selbst Nichtbetroffene unwillkürlich an die dort stattgefundenen Ereignisse denken lassen.</p>
<p>Im Rahmen der makedonischen Nationalgeschichte kommt der kleinen Gemeinde Kruševo eine ähnliche Bedeutung zu. In dem nördlich von Bitola gelegenen Bergstädtchen fand eine antiosmanische Erhebung im August 1903 ihren Höhepunkt, als christlich-orthodoxe Aufständische die sogenannte <em>Republik von Kruševo </em>ausriefen. Zwar konnte die osmanische Staatsmacht die Erhebung binnen weniger Wochen niederschlagen, doch überlebte der Mythos dieser <em>Republikgründung</em> die kurze Dauer ihres tatsächlichen Bestehens. So stellt sie mittlerweile einen wichtigen Bestandteil der nationalen makedonischen Historiographie dar, vor allem weil die <em>Republik von Kruševo</em> als früher Versuch einer makedonischen Staatsgründung interpretiert wird.</p>
<p>Die historische <em>Sonderrolle</em> Kruševos veranlasste den ausgewiesenen Makedonien-Experten Keith Brown, die politische Geschichte Makedoniens im 20. Jahrhundert anhand der lokalen Geschehnisse nachzuzeichnen. Sein Buch erzählt eine Stadtchronik, die mit der Proklamation der <em>Republik von Kruševo </em>beginnt und welche in der Jetztzeit endet. Dabei gelingt es ihm besonders eindrucksvoll aufzuzeigen, wie sich die im Laufe der Jahrzehnte ändernden überregionalen Rahmenbedingungen auf das Leben und die gesellschaftspolitischen Einstellungen der Einwohnerschaft auswirkten.</p>
<p>Als Bestandteil des Osmanischen Reiches wurde die Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Objekt rivalisierender nationaler beziehungsweise kirchenpolitischer Machtstrategen bulgarischer, griechischer und rumänischer Provenienz. Während der anschließenden Zugehörigkeit zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen erfuhr die Einwohnerschaft staatlich gelenkte Serbisierungsmaßnahmen. Denen stellte sich eine <em>IMRO </em>genannte Untergrundorganisation mit terroristischen Mitteln entgegen. Der Zweite Weltkrieg ließ wiederum eine kurze bulgarische Besatzungszeit zu, während derer die neuen Entscheidungsträger den bulgarischen Charakter der <em>Republik von Kruševo</em> besonders hervorhoben. Neben Sympathisanten dieses Regimes gab es in der Gemeinde jedoch auch deren Gegner, die sich schließlich der Partisanenbewegung anschlossen. Es folgte die kommunistisch geprägte Nachkriegszeit in einem Jugoslawien, welches eine makedonische Nation als tragende Säule eines föderal strukturierten Staates bestimmte und gleichzeitig die ökonomischen Lebensgrundlagen radikal änderte. In diese Zeit fiel auch die Errichtung eines in seiner Gestaltung umstrittenen Denkmalparks in Kruševo, das an den Aufstand von 1903 erinnern soll. Mit der Unabhängigkeitserklärung der makedonischen Republik im Jahre 1991 nahmen die Rahmenbedingungen letztmalig einen neuen gesellschaftspolitischen Charakter an. Hier endet die <em>Zeitreise </em>durch das Kruševo des 20. Jahrhunderts.</p>
<p>Keith Brown lässt in seinem Werk fast ausschließlich Zeitzeugen aus der Gemeinde zu Wort kommen. Damit wählt er eine Perspektive auf die Geschehnisse in Kruševo, die nicht durch den Filter wissenschaftlicher Analysen gezogen wurden. Dies führt wiederum dazu, den Facettenreichtum an Interpretationen bezüglich lokaler Ereignisse während wechselnder politischer Rahmenbedingungen aufzuzeigen. Insofern ein durch und durch gelungenes Buch.</p>
<p>Berlin, den 31. März 2004 / Erschienen in Forschungsplattform Südosteuropa 5. April 2004 http://fpsoe.de/index.php?id=52&amp;no_cache=1&amp;tx_fpsoereview_pi1[pointer]=2&amp;tx_fpsoereview_pi1[mode]=1&amp;tx_fpsoereview_pi1[sort]=crdate%3A1&amp;tx_fpsoereview_pi1[showUid]=18&amp;tx_fpsoereview_pi1[dl]=1</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jossifidis.de/?feed=rss2&#038;p=169</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Buchbesprechung Teil II. Colin Crouch. Postdemokratie.</title>
		<link>http://www.jossifidis.de/?p=167</link>
		<comments>http://www.jossifidis.de/?p=167#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 13:42:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Postdemokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jossifidis.de/?p=167</guid>
		<description><![CDATA[Suhrkamp 2008 Bereits in der Ausgabe Winter 2009 besprach der Stachel das Buch Postdemokratie. Die Publikation ist aktueller denn je, wie die politische Entwicklung der letzten Monate zeigt. &#160; Ministerpräsident Roland Koch hatte irgendwann kein Interesse mehr daran, das Land &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=167">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Suhrkamp 2008</strong></p>
<p><strong>Bereits in der Ausgabe Winter 2009 besprach der Stachel das Buch Postdemokratie. Die Publikation ist aktueller denn je, wie die politische Entwicklung der letzten Monate zeigt. <span id="more-167"></span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ministerpräsident Roland Koch hatte irgendwann kein Interesse mehr daran, das Land Hessen zu regieren. Es zog ihn in die Wirtschaft und so sagte er ohne den Anflug schlechten Gewissens leise servus. Die Bewohnerinnen und Bewohner Hessens hatten ihn zwar gewählt, doch ihr Aufschrei der Entrüstung blieb aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für den Politikwissenschaftler Colin Crouch ist ein solches Verhalten typisch für einen postdemokratischen Staat. Auf der einen Seite stehen Politiker im Sog der Wirtschaft, auf der anderen Seite finden sich politisch apathische Bürgerinnen und Bürger. Sie werden aufgefordert, alle paar Jahre zu den Wahlurnen zu schreiten, um der Welt den Anschein einer Beteiligung am politischen Geschehen vorzugaukeln. Dabei sind die Wahlkämpfe, nach Colin Crouch, lediglich ein Spektakel, in dem konkurrierende Teams von professionellen PR-Strategen Debatten vorgeben. Die Mehrheit der Bevölkerung bleibt außen vor. Sie verhält sich passiv, reagiert allenfalls auf die Themenvorgaben der PR-Strategen oder wendet sich ganz ab. Die geringen Wahlbeteiligungen der vergangenen Jahre sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache.</p>
<p>Aber warum sollte sich die Bevölkerung auch engagieren? Hinter verschlossenen Türen findet, so Colin Crouch, die reale Politik statt. Dort würden die alles entscheidenden Treffen der Regierenden mit den Lobbyisten der Wirtschaft stattfinden. Dabei würde den Politikerinnen und Politikern eingetrichtert, dass eine bedingungslose Unterstützung der Wirtschaft entscheidend für das Allgemeinwohl sei. Doch dem ist tatsächlich nicht so, denn der Markt ist zuvorderst gewinnorientiert und hat daher mit der Fürsorgepflicht des Staates wenig am Hut. Dennoch breitet sich der Markt immer weiter aus und übernimmt allmählich auch öffentliche Bereiche. Als Folge wird der Wohlfahrtsstaat Schritt für Schritt abgeschafft, Sozialleistungen gekürzt. Gleichzeitig scheint es aber Gesetz, den Markt nicht zu kritisieren. Die Botschaft lautet: Der Markt reguliere sich selbst und mache somit alles richtig. Die Parteien seien dagegen die Unkompetenten. Wenn der Markt also angeblich ohne Alternative ist und parallel die Politik bestimmt, warum sollen die Menschen dann überhaupt noch zur Wahl gehen? Mitgestalten können sie ja nicht. Selbst die Politikerinnen und Politiker reagieren letztlich nur noch auf den Markt. Zuletzt ist das besonders dadurch aufgefallen, dass sie Bankenrettungen oder die Finanzkrisenbewältigung diskutierten.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund wünscht sich Colin Crouch eine neue politische Bewegung. Sie soll die Dominanz der marktorientierten Eliten brechen. In der Vergangenheit hätten die Frauenbewegung und die ökologische Bewegung das politisch Etablierte erschüttert. Nun bräuchte es wieder einen Neuanfang. Die Proteste gegen die Abrissmaßnahmen und Umbauten des Stuttgarter Hauptbahnhofes können durchaus als ein Ausdruck des erstarkenden Widerstandes gewertet werden. Denn längst geht es vielen Protestierenden nicht mehr nur um den Bahnhof selbst. Sie protestieren zuvorderst gegen die Arroganz der Macht. Sorge bereitet Colin Crouch, dass die Unzufriedenheit und Ohnmacht gegenüber den politischen Verhältnissen von extremistischen Gruppen ausgenutzt werden könnte. Dabei verweist er auf das Erstarken rechtspopulistischer Parteien, die den politisch Heimatlosen Antworten und Zukunftsoptionen offerieren würden. Hierzulande konnte ein Thilo Sarrazin mit diskriminierenden Äußerungen tatsächlich seine Popularität extrem steigern. Aus Mitmenschen machte er wieder Ausländer. Eine Vokabel, die längst ausrangiert schien und nun leider Renaissance feiert. Insofern eine spannende Diagnose der westlichen Gesellschaft, die mit Blick auf das Jahr 2010 und die ersten Monate 2011 nichts an ihrer Aktualität eingebüßt hat.</p>
<p>Berlin, den 16. Dezember 2010 / Erschienen im Stachel Frühjahr 2011 www2.frieke.de/uploads/stachel_a3_2011_02.pdf</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jossifidis.de/?feed=rss2&#038;p=167</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rezension: Heinz A. Richter: Operation Merkur. Die Eroberung der Insel Kreta im Mai 1941. Harrassowitz Verlag Wiesbaden 2011.</title>
		<link>http://www.jossifidis.de/?p=165</link>
		<comments>http://www.jossifidis.de/?p=165#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 13:34:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kreta]]></category>
		<category><![CDATA[Zweiter Weltkrieg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jossifidis.de/?p=165</guid>
		<description><![CDATA[Vor siebzig Jahren fand auf der Insel Kreta eine der ungewöhnlichsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges statt: Es war die erste Luftlandeoperation zur Eroberung eines großflächigen Territoriums. Dabei war die angreifende Partei den Verteidigern nicht nur zahlenmäßig unterlegen. Die Verteidiger kannten &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=165">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor siebzig Jahren fand auf der Insel Kreta eine der ungewöhnlichsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges statt: Es war die erste Luftlandeoperation zur Eroberung eines großflächigen Territoriums. Dabei war die angreifende Partei den Verteidigern nicht nur zahlenmäßig unterlegen. Die Verteidiger kannten zudem die Angriffspläne und verloren trotzdem.<span id="more-165"></span></p>
<p>Der Griechenland-Experte Heinz A. Richter hat nun ein spannendes Buch hierüber geschrieben. Er schildert fast schon minutiös die Eroberung der Insel Kreta durch die deutsche Wehrmacht und die militärische Unterstützung seitens ihres italienischen Verbündeten. Dem Autor ist hoch anzurechnen, dass bei seinen Ausführungen keine zweifelhafte Landserromantik bedient wird. Hierfür sorgt schon alleine ein Perspektivwechsel, der auch der britischen Kriegspartei und ihren Verbündeten breiten Raum zugesteht.</p>
<p>Zu den Verteidigern der Insel zählten Irreguläre, kretische Partisanen, welche aufgrund ihrer schlechten Bewaffnung deutsche Soldaten zumeist aus dem Hinterhalt attackierten. Was als Reaktion wiederum so genannte Sühnemaßnahmen provozierte. Spätestens hier sieht Heinz A. Richter aus einem „sauberen“ Feldzug einen „schmutzigen“ Krieg werden. Wobei natürlich diskutiert werden kann, wo die Grenzen zu ziehen sind zwischen erlaubten und nicht erlaubten Töten. Mit anderen Worten: Gibt es überhaupt „saubere“ Feldzüge?</p>
<p>Abseits dieser Frage schlüsselt das Buch den Sinn und Zweck der Eroberung Kretas auf. Heinz A. Richter erklärt die strategische Bedeutung der fünftgrößten Mittelmeerinsel und bettet gekonnt das dargestellte Kriegsgeschehen in eine Analyse der politischen Rahmenbedingungen. Auf diese Weise entsteht ein Gesamtüberblick, der <em>Operation Merkur</em> nicht nur für Militärhistoriker lesenswert macht. Das Buch ist vielmehr allen Interessierten am Verlauf des Zweiten Weltkrieges zu empfehlen.</p>
<p>Heute lohnen Besuche der nachdenklich stimmenden Soldatenfriedhöfe und Gedenkorte Kretas, die an die Kämpfe von vor siebzig Jahren erinnern. Das eigentliche Geschehen ist dagegen immer weniger Menschen bekannt. Das Buch von Heinz A. Richter ist ein Beitrag, um dieses Kapitel deutscher, griechischer und angelsächsischer Geschichte wieder in Erinnerung zu rufen.</p>
<p>Berlin, 10. Februar 2011 / Erschiene in Griechenland Zeitung</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jossifidis.de/?feed=rss2&#038;p=165</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
