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	<title>Alexander Jossifidis &#187; Zypern</title>
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		<title>Rezension: Heinz A. Richter Geschichte der Insel Zypern Band IV: 1965-1977 (Teil 1 und 2)</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 13:33:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ruhpolding: Verlag Franz Philipp Rutzen 2009 In Kommission bei Harrassowitz Verlag Wiesbaden, Seiten 735 ISBN 978-3-939646-33-5 ISBN 978-3-447-05943-5 &#160; &#160; Im vierten Band seiner lesenswerten Geschichte der Insel Zypern bespricht Heinz A. Richter die Entwicklung des Landes vom Ende des &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=163">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ruhpolding: Verlag Franz Philipp Rutzen 2009<br />
In Kommission bei Harrassowitz Verlag Wiesbaden, Seiten 735<br />
ISBN 978-3-939646-33-5<br />
ISBN 978-3-447-05943-5</p>
<p><span id="more-163"></span></p>
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<p>Im vierten Band seiner lesenswerten Geschichte der Insel Zypern bespricht Heinz A. Richter die Entwicklung des Landes vom Ende des zypriotischen Bürgerkrieges 1965 bis zum Tod des langjährigen zypriotischen Präsidenten Makarios im Jahr 1977. Der Band gliedert sich in vier Teile, die wiederum vier Perioden der zypriotischen Geschichte entsprechen.</p>
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<p>Zunächst beleuchtet Heinz A. Richter die späten 60er Jahre und legt dabei die politische Instabilität des Landes offen. Staatschef Makarios bekannte in dieser Phase öffentlich, dass die von vielen griechischen Zyprioten gewünschte Vereinigung Zyperns mit Griechenland aufgrund vorherrschender Realitäten nicht machbar sei. Ein Kurswechsel, der zu Spannungen mit Befürwortern der Vereinigung führte. In einem nationalistisch aufgeladenen politischen Klima torpedierten radikale Kräfte durch gewalttätige Übergriffe das Bemühen eines interkommunalen Dialogs zwischen griechischen und türkischen Inselbewohnern und schreckten selbst vor einem Attentat auf Makarios nicht zurück.</p>
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<p>Die zweite Periode kann mit dem Weg in die Katastrophe überschrieben werden. Heinz A. Richter schildert anschaulich die terroristischen Aktivitäten der griechisch-zypriotischen Untergrundbewegung EOKA B, deren Ziel eine Vereinigung Zyperns mit Griechenland war. Die blutige Kampagne der EOKA B spaltete nicht nur die griechisch-zypriotische Gemeinschaft in die Fraktionen der Makarios-Anhänger und Makarios-Gegner sondern stärkte gleichzeitig auch die Verfechter separatistischer Losungen innerhalb der türkisch-zypriotischen Bevölkerung.</p>
<p>In die Auseinandersetzungen mischte sich schließlich die Athener Junta ein. Um ihre schwindende Macht in Griechenland zu stoppen, setzte sie auf einen außenpolitischen Erfolg und organisierte einen Putsch auf Zypern. Dessen Abschluss, sofern erfolgreich, zur Vereinigung der Insel mit Griechenland führen sollte.</p>
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<p>Im dritten Teil seines Bandes beschreibt Heinz A. Richter den dramatischen Verlauf und die tragischen Konsequenzen des von griechisch-zypriotischen Nationalgardisten ausgeführten Umsturzes. Präsident für kurze Zeit wurde der als Türkenkiller berüchtigte Nikos Sampson. Neben den türkischen Zyprioten reagierte auch die türkische Regierung in Ankara besorgt. Wissend, dass die US-amerikanische Außenpolitik die Türkei als strategischen Partner in der Region benötigte und daher nicht eingreifen würde, ließ sie die Interventionsoperation Attila anlaufen. Sie führte zur Besetzung eines Teils der Insel und war begleitet von Gräueltaten auf beiden Seiten.</p>
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<p>Heinz A. Richter schließt seinen Band mit einer Beschreibung der Verhandlungen über die politische Zukunft Zyperns in den ersten Jahren nach der Besetzung. Hier wurden Grundlagen geschaffen, die noch heute das Leben auf der Insel prägen. Ferner analysiert er die Rolle, die Makarios, eine herausragende Persönlichkeit der zypriotischen Politik dieser Zeit, spielte.</p>
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<p>Der Autor zählt zu den wenigen deutschen Experten der zypriotischen Geschichte. Bereits seit Jahrzehnten setzt er sich kenntnisreich mit den politischen Entwicklungen auf der Mittelmeerinsel auseinandersetzt. Dies ist der Abhandlung deutlich anzumerken. Der vierte Band der Geschichte der Insel Zypern ist ein faktenreich und spannend zu lesendes Standardwerk. Die Darstellung konzentriert sich nicht ausschließlich auf den engen innerzypriotischen Kontext. Sie bindet gleichermaßen außerzypriotische Akteure mit ein. Auf diese Weise entsteht ein umfassendes Bild der damaligen Ereignisse. Der Band beschreibt sie detailliert und bleibt trotzdem ein kurzweilig zu lesendes Werk von 735 Seiten. Zur besseren Handhabung ist es aufgeteilt auf zwei Bücher. Der vierte Band der Geschichte der Insel Zypern ist eine Empfehlung für all diejenigen, welche die entscheidenden Jahre der jüngeren zypriotischen Geschichte rekapitulieren und dadurch mehr über die Ursprünge der heutigen Situation auf der Insel erfahren möchten.</p>
<p>Berlin, den 20. Mai 2009 Erschienen in den Südosteuropa Mitteilungen</p>
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		<title>Rezension: Heinz A. Richter Geschichte der Insel Zypern Band III: 1959-1965</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 13:30:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ruhpolding: Verlag Franz Philipp Rutzen 2007, Seiten 644 ISBN 3-938646-12-5 &#160; &#160; Heinz A. Richter bespricht in seinem dritten Band der Geschichte der Insel Zypern die ersten Jahre des unabhängigen Staates. Zu Beginn seiner Analyse zeigt er, dass Zypern mit &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=160">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ruhpolding: Verlag Franz Philipp Rutzen 2007, Seiten 644<br />
ISBN 3-938646-12-5</p>
<p><span id="more-160"></span></p>
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<p>Heinz A. Richter bespricht in seinem dritten Band der Geschichte der Insel Zypern die ersten Jahre des unabhängigen Staates. Zu Beginn seiner Analyse zeigt er, dass Zypern mit schweren politischen Hypotheken in die Unabhängigkeit von Großbritannien entlassen wurde. Die ehemalige Kolonialmacht sicherte sich flächenmäßig ausgedehnte Militärbasen. Darüber hinaus war es auch Griechenland und der Türkei erlaubt, Militär auf der Mittelmeerinsel zu stationieren. Allen drei Mächten stand zudem ein Interventionsrecht zu. Von einem wirklich unabhängigen Staat konnte vor diesem Hintergrund nur ansatzweise gesprochen werden.</p>
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<p>Ferner war die ausgearbeitete Verfassung darauf ausgerichtet, den türkischen Zyprioten, die 18 Prozent der griechisch dominierten Inselgesellschaft ausmachten, große Mitsprachemöglichkeiten einzuräumen. Eine Festlegung, die bei vielen Menschen der griechischen Mehrheitsgesellschaft großen Unmut auslöste. Konflikte traten vor allem in den von beiden Volksgruppen geprägten Städten auf. Dort richteten sie getrennte Stadtverwaltungen ein.</p>
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<p>Im zweiten Teil seiner Abhandlung beschreibt Heinz A. Richter ein weiteres Manko des jungen unabhängigen Staates. Er wurde von einer Mehrheit der Bevölkerung in seiner als aufoktroyiert empfundenen Gestalt abgelehnt. Die griechischen Zyprioten wünschten sich in großer Zahl die Vereinigung mit dem griechischen Mutterland. Was wiederum türkische Zyprioten ablehnten. Sie diskutieren stattdessen die Teilung der Insel und den Anschluss des türkisch geprägten Territoriums an die Türkei. Während Athen und Ankara ihren Einfluss auf die Inselpolitik verstärkten, steuerte Präsident Makarios außenpolitisch einen blockfreien Kurs. In einem solchen Wirrwarr verwundert es nicht, dass sich die beiden Volksgruppen für die voraussehbaren Konflikte rüsteten. Waffen wurden ins Land geschmuggelt und paramilitärische Organisationen gebildet.</p>
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<p>Im dritten Teil seines Bandes diskutiert der Autor den schon fast erwartbaren Bürgerkrieg der Jahre 1963 und 1964. Einer britischen Peace-Keeping-Force gelang vorerst eine Trennung der Konfliktaustragenden. Die UNO formierte ihrerseits die UNFICYP, deren Personal fortan für Ruhe und Ordnung sorgen sollte. In dieser von Gewalt geprägten Phase vollzog sich eine forcierte Binnenmigration türkischer Zyprioten und es entstanden türkische Siedlungszentren.</p>
<p>Die Auseinandersetzungen auf der Insel beeinflussten auch die Beziehungen der Mutterländer. Spannungen zwischen den beiden NATO-Staaten Griechenland und Türkei konnten jedoch den Vereinigten Staaten in Zeiten des Kalten Krieges nicht recht sein. Es folgte als Konsequenz eine vermehrte Einmischung Washingtons in die Konflikte vor Ort.</p>
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<p>Abschließend untersucht Heinz A. Richter die Zeit nach dem Bürgerkrieg. Sie ist geprägt von zahlreichen Vermittlungsversuchen von Seiten der USA und der UNO. Letztlich gab es jedoch ausreichend viele Akteure vor Ort, welche diese Bemühungen zum Scheitern bringen wollten.</p>
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<p>Heinz A. Richter gelingt es, in seinem dritten Band der Geschichte der Insel Zypern die komplizierte politische Gemengelage während der ersten Jahre der zypriotischen Unabhängigkeit anschaulich dazustellen. Ausführlich beschreibt er, dass neben den unterschiedlichen lokalen politischen Interessengruppen auch regionale und global agierende Akteure die Politik des Staates bestimmen bzw. beeinflussen wollten. Eine Destabilisierung des politischen Systems der Insel war die zwangsläufige Folge. Die Politik fand folglich keine Lösung, die bestehenden Konflikte auf der Insel friedlich zu regeln. Doch wie sollte es ihr auch gelingen? Heinz A. Richter bringt es auf den Punkt, wenn er schreibt, dass sich damals keine zypriotische nationale Identität etablierte, die dem Staat seine Legitimation gegeben hätte. Stattdessen gab es griechische und türkische Zyprioten und sie betonten vielmehr ihr Griechisch- bzw. Türkischsein. Vielleicht der entscheidende Aspekt der profunde dargestellten Krise.</p>
<p>Berlin, den 23. Juni 2008 / Erschienen in Südosteuropa Mitteilungen</p>
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