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	<title>Alexander Jossifidis &#187; Griechenland</title>
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		<title>Auf der Suche nach Europa</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 14:07:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Thasos ist die nördlichste griechische Insel. Sie ist beliebtes Ziel sonnenhungriger Touristen. Doch Thasos hat mehr zu bieten als kristallklares Wasser und saubere Strände. Reiseeindrücke von Alexander Jossifidis Die kleine Pension liegt abseits der Touristenorte auf einem Berg im Süden &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=190">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Thasos ist die nördlichste griechische Insel. Sie ist beliebtes Ziel sonnenhungriger Touristen. Doch Thasos hat mehr zu bieten als kristal</strong><strong></strong><strong>lklares Wasser und saubere Strände. Reiseeindrücke von Alexander Jossifidis<span id="more-190"></span></strong></p>
<p><a href="http://www.jossifidis.de/?attachment_id=232" rel="attachment wp-att-232"><img class="alignleft size-full wp-image-232" title="Thasos" src="http://www.jossifidis.de/wp-content/uploads/2012/02/Thasos.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a>Die kleine Pens<strong></strong>ion liegt abseits der Touri<strong></strong>stenorte auf einem Berg im Süden der Insel. Am Tage hat man v<strong></strong>on h<strong></strong>ier aus einen sagenhaften Blick auf die schroffe Küstenlandschaft und das tiefblaue Meer. Doch mittlerweile ist es sternenklare Nacht und vor der Tür sind seltsame Geräusche zu hören. Nach einigen Minuten des in die Nacht Hörens ist es Gewissheit. Es sind Schlangen. Wohl mehrere Schlangen und wahrscheinlich auch sehr große Schlangen. Sie tummeln sich vor der Tür. Oder vielleicht schon im Zimmer? Ein ungutes Gefühl vermischt sich mit der Faszination für diese Tiere. Ein Urlaub mitten in der Natur. In diesem Fall sucht jedoch nicht der Urlauber die Natur, sondern die Natur den Urlauber. Am nächsten Morgen, nach einer unruhigen Nacht, ist von den Schlangen nichts mehr zu sehen.</p>
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<p><strong>Der Balkan zu Gast auf Thasos</strong></p>
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<p>Dafür fallen nun Schlangen ganz anderer Art ins Auge. Eine enge und kurvenreiche Küstenstraße umrundet die Insel. Stoßstange an Stoßstange schieben sich Autos aus aller Balkan Länder von Strandbucht zu Strandbucht. Die Pensionswirte und Tavernenbesitzer haben sich darauf eingestellt. Wo einst deutsche, österreichische oder niederländische Fahnen im warmen Wind wehten, sind es nun bulgarische, serbische oder rumänische Hoheitszeichen. Das Stuttgarter Studentenpaar ist ersetzt durch das aus Sofia, die Bochumer Familie durch die aus Bukarest. Thasos ist für Mitteleuropäer nur noch ein Ziel von vielen auf der Welt. Für die Menschen der Balkanländer hingegen ein kleines Paradies beinahe vor der Haustür. „Allerdings ist mit den Touristen aus den Nachbarstaaten nicht allzu viel Geld zu verdienen“, klagt ein Wirt in fließendem Deutsch und in einer überraschenden Offenheit. Sie würden sehr gewissenhaft auf ihr Geld achten und nicht allzu viel ausgeben. Für den Wirt eine wichtige Erkenntnis, denn er lebt, wie die Mehrheit der Inselbewohner, fast ausschließlich vom Tourismus.</p>
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<p><strong>Ein Teil Ägyptens</strong></p>
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<p>Bevor Thasos vom Tourismus entdeckt wurde, prägte Armut die Insel. Sie besaß eine nur rudimentär existierende Infrastruktur. Es gab ein wenig Marmorabbau, der noch in der Antike den Reichtum der Insel begründete, Landwirtschaft und Fischfang. Zu wenig, um die Menschen an ihre Heimat zu binden. Ganze Dörfer verfielen. Bergdörfer wie Megalo und Mikro Kazaviti, die im Nordwesten der Insel liegen. Sie sind nur einen Steinwurf voneinander entfernt und umgeben von urwüchsigen Wäldern und schroffen Bergen. Als sie so gut wie aufgegeben waren, entdeckten deutsche Touristen die verfallende Schönheit der dortigen Gebäude. Sie sanierten sie und machten aus ihnen reizvolle Sommerhäuser. Megalo und Mikro Kazaviti sind heute kleine architektonische Perlen und zählen zu den schönsten Dörfern der Insel. Von hier aus lässt sich auf neu angelegten Wanderwegen die wilde Natur erobern. Oder man setzt sich auf den einladenden Dorfplatz von Megalo Kazaviti unter mächtige Platanen und hört bei einem Kaffee Frappe den Geschichten der Dorfbewohner zu. Eine erzählt, dass der Dorfplatz angeblich zu Ägypten gehöre. Die Platia mit ihren Schatten spendenden Platanen ein griechischer Tahrir-Platz? So ganz glaubwürdig erscheint diese Geschichte nicht. Fakt ist, dass Thasos tatsächlich eine Zeit lang zu Ägypten gehörte. Der Albaner Muhammad Ali Pascha, Begründer der bis 1953 regierenden ägyptischen Königsdynastie, kam aus dem benachbarten Kavala. Im osmanischen Militärdienst stehend, konnte er für die Osmanen zahlreiche Schlachten erfolgreich schlagen. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhielt er aufgrund dieser Leistungen den Titel eines ägyptischen Vizekönigs, dem auch die Insel Thasos überantwortet wurde. Als das Lehen für Thasos im Jahr 1902 wieder direkt an den osmanischen Staat ging, soll aus nicht bekannten Gründen die Platia von Megalo Kazaviti davon ausgenommen worden sein. Der Dorfplatz also der nördlichste Punkt Ägyptens?</p>
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<p><strong>Im Dorf des Evangelisten Johannes</strong></p>
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<p>Der Spur Muhammad Ali Paschas folgend besuchen wir ein weiteres Bergdorf. Es heißt Theologos und liegt in der Südhälfte der Insel. Im Kindesalter hatte Muhammad Ali hier bei einer Pflegefamilie gelebt. Als Zeichen seiner Zuneigung Theologos gegenüber ließ er es später zur Hauptstadt der Insel erklären. Benannt ist Theologos wiederum nach dem Evangelisten Johannes, der den Beinamen <em>der Theologe</em> trägt. Er soll einer weiteren Legende zufolge in der Nähe gelebt haben.</p>
<p>Heute ist das auffallend lang gezogene Theologos ein überaus touristisch geprägtes Bergdorf. Anziehungspunkt sind die zahlreichen Häuser im traditionellen Stil der Insel. Charakteristisch präsentieren sie sich mit Schieferplatten gedeckten Dächern. Wer möchte, kann in einem kleinen Heimatmuseum auch einmal hinter die Mauern eines solchen Hauses schauen. Der Tourismus, der ein so geschichtsträchtiges wie malerisches Dorf in den Sommermonaten prägt, hat leider auch seine negativen Spuren hinterlassen. Man möchte beispielsweise gerne wissen, was passiert ist in jenem Geschäft, vor dem auf Deutsch geschrieben steht, dass Holländer unerwünscht seien. Oder wie es dazu kam, dass im Dorf traditionelle Hochzeiten als Show präsentiert werden. Braut, Bräutigam, Musizieren, Tanzen, Lachen: Das alles ist Show. Vielleicht ist es, wenn die Hochzeitsgesellschaft in den Tavernen das glückliche Brautpaar feiert, irgendwann egal, ob es tatsächlich geheiratet hat oder nicht. Der Ouzo schmeckt und die Ziegenkopftrophäen an den Wänden der Tavernen wirken auf einmal auch nicht mehr so archaisch.</p>
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<p><strong>Insel der Ruhe</strong></p>
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<p>Dem touristischen Trubel entweichen, das ist auf Thasos zum Glück ganz einfach. Fernab der quirligen Touristenorte an der Küste und im Hinterland gibt es noch viele einsame Regionen zu entdecken. Alleine die Südküste bietet gegen Abend, wenn sich das Geschehen von den Stränden in die Dörfer und Ferienanlagen verlagert, romantisch anmutende einsame Buchten. Beim Blick auf das Meer, das von der untergehenden Sonne in ein leichtes rosa getaucht wird, kommt einem dann vielleicht folgende Legende in den Sinn. Ein junger Mann namens Thasos war vor Urzeiten über das Meer, aus dem weit entfernten Phönizien, auf die Insel gekommen. Hier hoffte er seine Schwester Europa zu finden, die zuvor der Göttervater Zeus in Gestalt eines Stieres entführt hatte. Thasos gefiel es so sehr auf der grünen Insel, dass er beschloss, seine Suche zu beenden und heimisch zu werden. Dies ist zwar nur eine weitere Legende, doch mit einem wahren Kern. Die Insel lädt zum Verweilen ein.</p>
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<p>Steckbrief Thasos:</p>
<p>Thasos liegt zirka acht Kilometer vor der nordgriechischen Festlandsküste. Es gehört zur Region Makedonien und zählt 15.000 Einwohner. Hauptstadt ist der Küstenort Limenas. Hier kommen die meisten Fähren vom Festland an. Mit einer Fläche von 380 qkm ist Thasos die zwölftgrößte griechische Insel. In einer ausgeprägten Mittelgebirgslandschaft erreicht der höchste Berg, der Ypsario, 1204 Meter. Die Insel ist auffallend grün, auch wenn der ursprüngliche Waldbestand durch zahlreiche Waldbrände dezimiert wurde.</p>
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		<title>Auf sich allein gestellt</title>
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		<pubDate>Sat, 01 May 2010 12:34:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Wirtschafts- und Finanzkrise Griechenlands trifft jüdische Gemeinden des Landes hart Zwischen Kreta und Thrazien gibt es seit Wochen nur ein Thema: Wie kommt das Land wieder aus der Krise? Wer ist für die Misere verantwortlich und wo muss gespart &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=72">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Die Wirtschafts- und Finanzkrise Griechenlands trifft jüdische Gemeinden des Landes hart</span></h2>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Zwischen Kreta und Thrazien gibt es seit Wochen nur ein Thema: Wie kommt das Land wieder aus der Krise? Wer ist für die Misere verantwortlich und wo muss gespart werden? Die Preise steigen, staatliche Leistungen werden gekürzt und auf dem Arbeitsmarkt sieht es düster aus. Frau Perahia Zemour, Leiterin des Jüdischen Museums in Thessaloniki, bringt die Situation für ihr Haus auf den Punkt. «Die Zukunft unserer Einrichtung ist zum jetzigen Zeitpunkt ungewiss.» Da die finanzschwache jüdische Gemeinde das Museum subventioniert, sind Einsparungen sehr wahrscheinlich. Frau Perahia Zemour ist eine der gerade einmal 5.000 Griechinnen und Griechen jüdischen Glaubens. Die meisten leben in Thessaloniki und Athen. Zudem gibt es in sechs weiteren Städten kleine jüdische Gemeinden.<span id="more-72"></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Die jüdischen Einwohner Griechenlands sind eine äußerst unauffällige Gemeinschaft. Selbst in Thessaloniki, der Stadt mit einer herausragenden jüdischen Tradition, kennen nur wenige Menschen den Weg zum versteckt gelegenen Gemeindezentrum. Folglich fehlen auch jüdische Intellektuelle, die im Rampenlicht des öffentlichen Interesses stehen und zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise Stellung beziehen. Die Gemeinden versuchen vielmehr im Stillen, die Krise zu meistern. Eine Unterstützung des Staates gibt es nicht. Die Finanzierung des Gemeindelebens erfolgt hauptsächlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und die ökonomische Verwertung jüdischen Immobilienbesitzes.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der sei jedoch seit dem Holocaust massiv geschrumpft, betont David Saltiel. Der 63-jährige gebürtige Athener ist Präsident des Zentralrats der Juden Griechenlands. Für ihn ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit ein entscheidendes Symptom der Krise. Als vorsichtiger Analyst stellt er aber auch fest, dass die fehlenden beruflichen Perspektiven für die heranwachsende Generation in vielen europäischen Staaten ein Problem seien und nicht nur Griechenland betreffen würden.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Was ihn als griechischen Juden wiederum besonders an der aktuellen Situation beunruhige, sei das Anwachsen einer antisemitischen Stimmung im Land. Saltiel: «In wirtschaftlich schwierigen Zeiten kommt es stets zur Suche nach den Schuldigen. Hier fällt der Blick schnell auf die Minderheiten oder auf diejenigen, die eine vermeintliche internationale Finanzoligarchie repräsentieren würden.» Gemeint sind in beiden Fällen die Juden. Und wie zur Bestätigung haben sich Anschläge auf jüdische Einrichtungen in den letzten Monaten gehäuft. Ein wiederholter Brandanschlag auf die Synagoge der kretischen Stadt Chania im Januar fand wegen der angerichteten Schäden sogar überregionale Aufmerksamkeit.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Rechtsextreme Verschwörungstheoretiker und Gewalttäter bilden zwar auch in Griechenland nur eine kleine Gruppe. Doch ein großer öffentlicher Aufschrei der Empörung blieb nach den verheerenden Attacken ebenfalls aus. «Wir griechischen Juden sind ein Teil des griechischen Volkes und es muss unterstrichen werden, dass wir loyal zu den Zielen des Staates stehen und auch immer standen», sagt David Saltiel. Er hofft bei der Vermittlung dieser Sichtweise sehr auf die Unterstützung des Staates und anderer gesellschaftlich einflussreicher Akteure.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Die griechische Mehrheitsgesellschaft nimmt von den Sorgen des Zentralratspräsidenten allerdings kaum Notiz. Vielmehr diskutiert sie, wenn auch in abnehmenden Maße, das Verhältnis zu Deutschland. Deutsche Medienvertreter, Politiker und Ökonomen hatten die verfehlte griechische Wirtschaftspolitik, den vorherrschenden Klientelismus und die Korruption scharf kritisiert. Die Kommentare aus dem fernen Mitteleuropa erschienen bestenfalls arrogant und oberlehrerhaft. Reflexartig wurde, wenig originell, an die deutsche Besatzungszeit während des Zweiten Weltkrieges und ihre ökonomischen Folgen für Griechenland erinnert.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Auch unter jüdischen Griechen war die bilaterale Gereiztheit lange Zeit ein wichtiges Gesprächsthema. Gerade der Verweis auf die ökonomischen Schäden während der Besatzungszeit erinnerte viele von ihnen an das von jüdischen Familien geprägte Wirtschaftsleben zahlreicher Kommunen vor dem Einmarsch deutscher Truppen. Allerdings relativiert sich dieser Aspekt vor dem Hintergrund der Ermordung von 86 Prozent der griechischen Juden während des Krieges. Auch David Saltiel möchte nicht in die Diskussion einsteigen. Es sei vielmehr normal, dass Staaten in ihren bilateralen Beziehungen unterschiedliche Phasen durchlaufen würden und dies gerade in wirtschaftlichen Extremsituationen vorkomme. Für ihn sei das in die EU integrierte Deutschland trotz aller Misstöne der wichtigste Partner Griechenlands. Vielleicht gewinnt diese Sichtweise bald wieder Oberhand. Immerhin bedeutet das altgriechische Wort «Krise» im ursprünglichen Sinne ganz wertfrei «eine Meinung haben» bzw. «etwas beurteilen». </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Juden in Griechenland</span></strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;">  </span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Die sephardischen Juden sind die größte Gruppe der Juden Griechenlands. Sie wanderten ab dem 15. Jahrhundert von der Iberischen Halbinsel in das Gebiet des heutigen Hellas&#8216; ein. Daneben gibt es noch eine kleine Gruppe so genannter Romaniotes. Sie sind Nachfahren der alteingesessenen jüdischen Gemeinschaft. Heute leben ca. 5.000 Juden in Griechenland. Viele Überlebende des Holocaust emigrierten nach dem Krieg in Richtung USA und Israel. In Israel bestehen mehrere Gruppen, die noch heute griechisch-jüdische Traditionen pflegen. Die bekannteste Gemeinschaft ist die Vereinigung der griechischen Holocaustüberlebenden.</span></p>
<p align="left">
<p align="left">Berlin, 30. April 2010 / Erschienen in der Jüdischen Zeitung am 1. Mai 2010 www.j-zeit.de/archiv/artikel.2312.html</p>
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