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	<title>Alexander Jossifidis &#187; Friedrichshain</title>
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		<title>Jüdisches Leben in Friedrichshain und Kreuzberg</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 12:38:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor wenigen Wochen wagte die tageszeitung den so genannten Kippa-Test. Sie schickte einen Mitarbeiter mit dieser jüdischen Kopfbedeckung durch Neukölln und Lichtenberg. Die weitaus meisten Passantinnen und Passanten zeigten sich bei der Begegnung mit einem vermeintlich jüdischen Spaziergänger überrascht. Dabei &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=122">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor wenigen Wochen wagte die tageszeitung den so genannten Kippa-Test. Sie schickte einen Mitarbeiter mit dieser jüdischen Kopfbedeckung durch Neukölln und Lichtenberg. Die weitaus meisten Passantinnen und Passanten zeigten sich bei der Begegnung mit einem vermeintlich jüdischen Spaziergänger überrascht. Dabei gehörten Kippa-Träger bis in die 30er Jahren hinein zum Straßenbild Berlins. Eine Spurensuche in Friedrichshain und Kreuzberg.<span id="more-122"></span></p>
<p>Zu Beginn des 20. Jahrhunderts flohen Tausende Menschen jüdischen Glaubens vor Pogromen aus Osteuropa nach Berlin. Ihr eigentliches Ziel hieß zumeist New York, die Reichshauptstadt sollte Zwischenstation sein. Die Mehrzahl dieser Flüchtlinge kam am Schlesischen Bahnhof, dem heutigen Ostbahnhof, an. Hier boten billige Absteigen und Mietwohnungen eine erste Anlaufstation. Sie sorgten für die Konzentration jüdischen Lebens rund um den Bahnhof. Im Jahre 1925 zählte Friedrichshain circa 8000 Einwohner mosaischen Glaubens. Neben denen, die in zumeist ärmlichen Verhältnissen lebten, gab es jedoch auch solche, die eine kleine jüdische Mittelschicht bildeten. Diese besaß in der Warschauer Straße und in der Großen Frankfurter Straße, der heutigen Karl-Marx-Allee, Arztpraxen und Kaufläden.</p>
<p>Obwohl fünf Prozent der Berliner Juden in Friedrichshain gemeldet waren, gab es für sie mit der privaten Lippmann-Tauß-Synagoge lediglich ein kleines Gebetshaus, dessen feierliche Einweihung im Jahre 1893 stattgefunden hatte. Es lag in der heute nicht mehr existierenden Gollnowstraße – unweit der Mollstraße.</p>
<p>Wie sah es in Kreuzberg aus? Trotz lokaler Konzentration war die jüdische Einwohnerzahl mit circa 6000 Personen überraschend gering. Die aus Osteuropa geflüchteten Menschen jüdischen Glaubens fanden zumeist entlang der proletarisch geprägten Skalitzer Straße eine neue Bleibe. Hier eröffneten sie zahlreiche Gebrauchtkleidergeschäfte.</p>
<p>Einen gehobenen Lebensstandard präsentierten dagegen die jüdischen Ärzte und Kaufleute in der Oranienstraße. Dieser Kurfürstendamm des Ostens wies einen Straßenabschnitt auf, der primär von Schuhgeschäften im jüdischen Besitz [z.B. dem Schuhgeschäft Leiser] geprägt wurde. Die in der Umgebung aufgewachsenen Gebrüder Wertheim eröffneten wiederum am Moritzplatz ein imposantes Kaufhaus.</p>
<p>Religiösen Anlaufpunkt bot zunächst eine kleine Synagoge in der Prinzenstraße 71, der späteren Hausnummer 86. Aufgrund des Anwachsens der jüdischen Gemeinde beschlossen Mitglieder den Bau eines größeren Gotteshauses. Es wurde auf dem Gelände eines ehemaligen Molkereibetriebes in der Dresdner Straße errichtet. Heute befindet sich dort ein an das Kino Babylon grenzender Spielplatz. Doch nach wenigen Jahren war auch diese Synagoge zu klein, weshalb bereits im Jahre 1916 ein repräsentatives und mit 2000 Sitzplätzen ausgestattetes Gebäude an das Kottbusser Ufer, das heutige Fraenkelufer, gesetzt wurde. Es war Treffpunkt der orthodoxen Juden, während die liberalen Glaubensgenossen in der Lindenstraße, der späteren Axel-Springer-Straße, zum Gebet zusammenfanden.</p>
<p>Obwohl sich das jüdische Leben äußerst facettenreich darstellte und es Zionisten wie Deutschnationale, Kommunisten wie Orthodoxe gab, konstruierten die Nationalsozialisten <em>den Juden</em>. Einmal an der Macht, töteten sie in ihrem Judenhass 2738 Friedrichshainer und circa 1300 Kreuzberger Bürgerinnen und Bürger.</p>
<p>Infolge der nationalsozialistischen Politik verloren beide Bezirke ihr jüdisches Gesicht. Bei einem Spaziergang weisen jedoch noch heute zahlreiche Spuren auf diese Glaubensgemeinschaft hin. Insofern muss sich niemand wundern, einem Kippa-Träger zu begegnen.</p>
<p>Berlin, den 15. April 2007 / Erschienen im Stachel am 29. April 2007 www.frieke.de/stachel/497134.html</p>
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		<title>Grüne Lunge im bunten Bezirk</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 12:11:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrichshain]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Volkspark Friedrichshain ist ein beliebter Treffpunkt im hohen Norden des Bezirks. An sonnigen Tagen schein er aus allen Nähten zu platzen. Doch der Park ist mehr als Liegewiese und Joggingstrecke. Ein Spaziergang Wer den Volkspark Friedrichshain aufmerksam durchwandert, bemerkt &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=197">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Volkspark Friedrichshain ist ein beliebter Treffpunkt im hohen Norden des Bezirks. An sonnigen Tagen schein er aus allen Nähten zu platzen. Doch der Park ist mehr als Liegewiese und Joggingstrecke. Ein Spaziergang</p>
<p><span id="more-197"></span>Wer den Volkspark Friedrichshain aufmerksam durchwandert, bemerkt nach wenigen hundert Metern eine imaginäre Grenze. Ab und an wird sie in dunklen Neumondnächten durch kleine, improvisierte Lagerfeuer bestimmt. In dieser Parkhälfte amüsiert und entspannt sich ein primär jugendliches Publikum. Gleich hinter dem großen Freiluftkino fallen dagegen zuvorderst Familien auf. Kinderwägen werden an den beiden pflanzenüberwucherten ehemaligen Flaktürmen vorbei geschoben. Unweit des japanischen Pavillons mit seiner Friedensglocke, einem Symbol gegen den Atomkrieg, toben Kinder bis ein Meter zwanzig. Sie dürften sich auch für den Märchenbrunnen begeistern. Dieses Bauwerk aus dem Jahr 1913 markiert einen der Parkeingänge. Allem Vandalismus zum Trotz findet sich hier eine der schönsten Brunnenanlagen Berlins. Neben Schildkröten und Hunden sind mehrere Grimmsche Märchenfiguren aufgestellt.</p>
<p>Die 49 Hektar umfassende Grünanlage verdankt ihren Namen Friedrich dem Großen. Um an dessen Thronbesteigung einhundert Jahre zuvor zu erinnern, planten die Stadtväter im Jahre 1840 den ersten kommunalen Park der Metropole. An den Namensgeber erinnert unweit des Freiluftkinos ein Denkmal. Weitere Gedenkorte stammen aus der Zeit der DDR. Zu nennen wäre das Denkmal für die polnischen Soldaten und deutschen Antifaschisten des Zweiten Weltkrieges. Es steht in Form einer 15 Meter hohen Stele mit nachgebildetem Flaggenschmuck am Rande des Parks. Zum Ärger so mancher Passanten hat sich das Areal rund um das Denkmal zu einer beliebten Skateboard-Übungsstrecke entwickelt. Dagegen ist das Denkmal für die deutschen Spanienkämpfer weitgehend unbekannt. Es steht am westlichen Ende der Grünanlage und erinnert an die 3000 im Spanischen Bürgerkrieg getöteten Deutschen, die auf Seite der Republik gekämpft hatten. Es gilt als das einzige Denkmal dieser Art in Deutschland. Der Park ist folglich vielseitiger als er auf dem ersten Blick erscheinen mag.</p>
<p>Berlin, 30. Juni 2008 / Erschienen im <a title="Stachel" href="http://www.frieke.de/stachel/1744981.html" target="_blank">Stachel</a> Sommer 2008<cite></cite></p>
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		<title>Wenn die Zeit eine andere ist</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jul 2007 12:15:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Altkalendarier]]></category>
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		<category><![CDATA[Griechisch-Orthodoxe Kirche]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein sonntäglicher Besuch in der Kirche des Heiligen Symeon Stylites. Am Petersburger Platz in Berlin-Friedrichshain kann man Kirchengeschichte live erleben. Hier wirkt die altkalendarische christlich-orthodoxe Gemeinde des Heiligen Symeon Stylites. Seit Jahrzehnten sehen sich die Altkalendarier als die letzten Siegelwahrer &#8230; <a href="http://www.jossifidis.de/?p=201">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sonntäglicher Besuch in der Kirche des Heiligen Symeon Stylites.</p>
<p>Am Petersburger Platz in Berlin-Friedrichshain kann man Kirchengeschichte live erleben. Hier wirkt die altkalendarische christlich-orthodoxe Gemeinde des Heiligen Symeon Stylites. Seit Jahrzehnten sehen sich die Altkalendarier als die letzten Siegelwahrer des orthodoxen Christentums.<span id="more-201"></span></p>
<p>Der kleine, fensterlose Kirchenraum ist mit circa 15 Gläubigen zur Hälfte gefüllt. Familien und Einzelpersonen haben sich zum Gottesdienst nach orthodoxem Ritus eingefunden. Die Frauen tragen Kopftücher. Es werden andächtig Kerzen entzündet und feierliche Gesänge intoniert. Pater Theodor, ein würdevoller Mann mit weißem Bart, führt gemeinsam mit seinem heutigen Gast, Pater Grigori aus Sankt Petersburg, durch den Gottesdienst. Deutsch, Griechisch und Russisch sind die Sprachen des Vormittags und spiegeln somit die Vielfalt der Gemeinde wider, welche enge Kontakte zu Glaubensbrüdern und -schwestern in Ost- und Südosteuropa unterhält. Es herrscht eine harmonische und fast schon familiäre Atmosphäre, welche auch in der Zeit nach dem Gottesdienst erhalten bleibt. Die Anwesenden stellen eine Kaffeetafel zusammen und plaudern noch über mehrere Stunden miteinander.</p>
<p>Die Wahrheit zwischen Himmel und Sternen</p>
<p>Die Gemeinde besteht seit nunmehr 22 Jahren und war vor der Wiedervereinigung in Berlin-Steglitz beheimatet. Ob dieser Ortswechsel mit der Konkurrenz der in Steglitz ansässigen offiziellen Griechisch-Orthodoxen Kirche zu erklären ist? Die Gemeindevertreter halten sich diesbezüglich bedeckt. &#8222;Die Griechisch-Orthodoxe Kirche hat in der Vergangenheit eine Politik gegen den Willen der Gläubigen betrieben &#8222;, gibt Pater Theodor indes zu bedenken und spielt auf eine modifizierte Übernahme der von Papst Gregor XIII. initiierten Kalenderreform 1924 durch die griechisch-orthodoxe Staatskirche an. Da dieser Schritt mit einer unerwünschten Anlehnung an katholische Vorgaben gleichgesetzt wurde, gründete eine Gruppe geistlicher Würdenträger Griechenlands die Kirche der Reinen Orthodoxen Christen, die Altkalendarier. Ihre Anhänger sahen und sehen sich als Wahrer und Beschützer der christlich-orthodoxen Traditionen und führten demzufolge in entsprechenden Kirchengemeinden den alten Kalender wieder ein. Nach anfänglichen Erfolgen in Griechenland sowie bei der griechischen Diaspora in den USA bedingten interne Querelen eine Stagnation bezüglich der Mitgliederzahlen. Geblieben sind bis zum heutigen Tage die Differenzen dieser Altkalendarier mit der Griechisch-Orthodoxen Kirchenführung. &#8222;Wir haben uns nicht von der Griechisch-Orthodoxen Kirche getrennt! Die dortigen Kirchenoberen haben den Pfad der Orthodoxie verlassen &#8211; warum sollten wir ihnen folgen?&#8220; fragt ein junges Gemeindemitglied zum Abschied.</p>
<p>Dem Himmel etwas näher</p>
<p>Es sieht tatsächlich danach aus, dass die Gläubigen auch in Zukunft standhaft zu ihren Prinzipien stehen werden, egal wie klein ihre Gemeinschaft auch sein mag. Insofern wählte die Gemeinde am Petersburger Platz mit dem Namenspatron Symeon Stylites eine passende Persönlichkeit. Um Gott nahe zu sein, lebte dieser Asket mit großer Entschlossenheit die letzten dreißig Jahre seines Lebens auf einer schmalen dafür aber neunzehn Meter hohen Säule.</p>
<p>Zur Info:</p>
<p>Im Jahre 1582 ließ Papst Gregor XIII. eine Kalenderreform durchführen, mit der der Kalender mit der Astronomie wieder in Einklang gebracht werden sollte. Der nach ihm benannte Gregorianische Kalender bedeutete das Überspringen von zehn Tagen &#8211; dem 4. Oktober folgte unmittelbar der 15. Oktober. Aufgrund ihrer Konkurrenz zur katholischen Kirche verweigerte die orthodoxe Kirchenführung jedoch die Übernahme dieses Kalenders. Erst mehrere hundert Jahre später übernahmen orthodox geprägte Staaten den &#8222;Katholischen&#8220; Kalender. Russland führte ihn nach der Oktoberrevolution von 1917 ein, weshalb die Revolutionsfeierlichkeiten in der Folgezeit am 7. November zelebriert wurden. Der griechische Staat folgte in den zwanziger Jahren. Parallel hierzu erarbeitete die griechisch-orthodoxe Kirchenführung im Jahre 1924 eine modifizierte Variante des gregorianischen Kalenders. Dies stieß auf internen Widerstand und führte zur Herausbildung einer Gemeinschaft von Altkalendariern.</p>
<p>Berlin, 08.07.2007 Erschienen: Stachel Sommer 2007 www.frieke.de/stachel/600917.html</p>
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